Ich danke der Acadamy

Die beiden Bloggerinnen von Stadt, Land, Mama haben kürzlich zur fabelhaften Blogparade #arschcooleSuperfrauen aufgerufen. Blogparaden lachen mich meistens eine Weile an, weil ich dabei viele schöne Ideen entdecke, dann setzen sie mich kurz unter Druck, weil ich nicht dazu komme, mir Zeit dafür zu nehmen – im dritten Schritt vergesse ich sie wieder. Die hier hat mich aber nicht losgelassen, weil ich finde, es ist eine wunderschöne Idee: Frauen lassen andere Frauen in ihrem Leben wissen, warum sie so großartig sind und was sie der anderen bedeuten. Das tun wir zwar hoffentlich auch im echten Leben hin und wieder, und doch: Es ist schön, sich dafür bewusst Zeit zu nehmen, es auszuformulieren. Ich möchte gerne 3×3 #arschcooleSuperfrauen würdigen.

Aufruf zur Blogparade (Screenshot)

Aufruf zur Blogparade (Screenshot)

3x Familie
Würde ich einen tragen, ich zöge jeden Tag den Hut vor meiner kleinen Schwester. Wir beide haben uns eine komplizierte Kindheit lang miteinander vertraut gemacht, als Teenager stets ein sorgsames Auge aufeinander gehabt und sind uns später, als erwachsene Frauen, richtig nahe geworden. Das alleine ist schon ein großes Glück. Und zu erleben, wie die kleine Große alle Baustellen ihres Lebens, alle schönen und stressigen Aufgaben, alle Lieben, all jene, die an ihren Nerven zerren, alles Trösten, Erklären, Behüten und Unterstützen wuppt, lässt mein Herz leuchten in tiefer Liebe zu dieser wunderbaren Frau. Ihr Mut, immer etwas Neues auszuprobieren, ihr Wille, sich im Job zu verändern, ihre Kraft, die Familie zu tragen, machen mich stolz und froh; noch mehr, weil ich weiß, welche Kämpfe sie schon ausfechten musste. Ich bin dem Leben unfassbar dankbar, dass es sie zu meiner Schwester gemacht hat.

Als meine große Schwester Kind war, gab es noch keinen Gedanken an mich und als ich Kind war, hatte sie als wütende Teenagerin, die sich um ihren Vater betrogen fühlte, wenig Interesse an dessen neuer Familie. Erst als ich älter wurde und sie erwachsen war schafften wir es, uns das zu erobern: einander Schwestern zu sein. Ich lernte eine Frau kennen, die zwei meiner Herzmenschen in vielem ähnelte: meinem Vater und meiner kleinen Schwester. Eine Mutter, die ihren Kindern auf eine unaufgeregte, versichernde Art und Weise Wurzeln und Flügel gab, die mich alleine beim Zusehen glücklich machte. Einen Menschen, der nach Jahren als Familienmittelpunkt mutig und entschlossen in einen Job zurückkehrte, der sich verändert hatte und sie vor neue Aufgaben stellte. Vor allem aber eine Schwester, die ich um nichts in der Welt missen wollen würde.

Wäre das Herz meiner künftigen Schwiegermama ein Ort, so würde ich mich dort öfter und gerne aufhalten. Zu wissen, dass ich einen Platz darin habe, ist ein schönes, warmes Gefühl. Sie in meinem Leben zu haben und zu meiner Familie zählen zu dürfen, das ist einer der beiden wunderbarsten Nebeneffekte meiner Liebe zu ihrem Sohn (der zweite ist eine #sehrcooleTeenagerin, aus der mal eine #arschcooleSuperfrau werden wird). Je älter ich werde, umso zögerlicher lasse ich mich ein auf Menschen, umso länger dauert es, zu vertrauen. Es sei denn, man bekommt es so verdammt einfach gemacht. Ihre Art, ganz selbstverständlich und ohne große Worte für die Menschen da zu sein, die sie liebt, ist ein Geschenk und in ihrem Einsatz für ihre Familie ist sie ein echtes Vorbild.

Familie: We belong together. (Foto: WP)

Familie: We belong together. (Foto: WP)

3xFreundschaft
Auch wenn ich dir wünschen würde, du müsstest das nicht immer wieder tun, gehört es zu deinen schönsten Eigenschaften, wie du an dir zweifelst. Weil darin der ehrliche Wunsch liegt, eine noch sorgsamere Mutter, eine noch liebendere Frau und eine noch bessere Journalistin zu sein. Das wäre alles gar nicht nötig, denn du bist so schon verdammt perfekt. Trotzdem kann ich nicht anders, als deinen Herzenswunsch, immer ein Stück über dich hinauszuwachsen, zu bewundern. Diesen unbändigen Willen, der dir auch in Situationen bleibt, in denen die Kraft eigentlich schon ausgegangen ist. Als deine Freundin möchte ich dich in den Momenten gern daran erinnern, nach dir zu schauen, mit deinen Kräften zu haushalten, etwas davon für dich selbst aufzusparen. Auch das lernst du, zum Glück, dir Zeit für dich zu nehmen, sorgsam mit dir zu sein und für dich da. Und ich hoffe, du weißt: Ich bin das ganz sicher – immer und für den Rest unserer Leben, Herzzwerg.

Für dich wurde der Hashtag #arschcooleSuperfrau erfunden. Als wir uns im Studium getroffen haben, hätte ich nie geahnt, wohin die gemeinsame Reise uns führen würde. Seither haben wir so viel erlebt – Schönes genossen, Fuckmist überwunden, uns geliebt, gestritten, genervt, versöhnt, zusammen gelacht und einander in die Ärmel geweint –, dass es zu den wenigen Gewissheiten meines Herzens gehört: Wir werden uns nie verlieren. Du hast eine Wirkung, die dir selbst nicht bewusst ist, erfüllst einen Raum, sobald du ihn betrittst. Du lebst eine totale Bedingungslosigkeit, sei es im Einsatz für den Job oder dem Umgang mit deiner Wurzelfamilie, hast dich in der Rolle als Mutter gestreckt und gefunden. Du kennst mich in und auswendig und bis immer noch hier, hörst zu, unterstützt, kritisierst offen und verbiegst dich nicht. Du einzigartige Prinzessin.

Du hast dich einst aufgemacht in ein fremdes Land, obwohl das bedeutete, Entfernung zu packen zwischen dich und alles, was dir bis dahin vertraut war. Du bist diesen Schritt damals gegangen, obwohl du wusstest, deine Arbeit hat viel mit Sprache zu tun und nun würde es eine fremde sein, in der du ihr nachgehst. Du bist deinem Herzen gefolgt, ohne deinen Verstand auszuschalten, warst neugierig, furchtlos und zielstrebig, das bist du immer. Du hast dir ein Leben aufgebaut, eine Familie, einen Job, und würde ich dich im Bezug zu den Dingen deines Lebens zeichnen, wärst du immer ihr Mittelpunkt. Der ruhige Pol, von dem alles ausgeht, mit dem alles verknüpft ist, der Leben gibt und Liebe schenkt, mit zärtlicher Ernsthaftigkeit. Danke für deine Freundschaft, Tessy.

Dare to be inspired. (Foto: Marieke Stern)

Dare to be inspired. (Foto: Marieke Stern)

3xInspiration
Manche Menschen kennt man intensiver über den Job als über das Privatleben, man weiß von ihnen Dinge aus berufenen Mündern oder der Berichterstattung, man liest ihre Worte, wenn sie in Blogs, Artikeln oder Redemanuskripten niedergeschrieben sind. Es wäre sicher vermessen, zu behaupten, man kenne sie, vielmehr ist es so, dass man sich ein Bild macht von ihnen, das nur einen Teilaspekt zeigt. Trotzdem können sie Vorbilder sein, Ansporn und Inspiration. Ich danke meiner wundervollen Kollegin Alex Eisen für Feedback, Ratschläge, Austausch und Zusammenarbeit. Ich verneige mich frohen Herzens vor der nimmermüden Nina George, deren Engagement und Arbeit für alle Menschen der schreibenden Zunft mir Respekt und Dankbarkeit abverlangt. Und ich grüße herzlich die zauberhafte Bettina Apelt, mit der mich mehr als ein Jahrzehnt Onlinefreundschaft verbindet, die wir eines schönen Tages definitiv auch ins Offlineleben verlagern werden.

Und ich herze abschließend all diese sowie die vielen weiteren #arschcoolen Superfrauen in meinem Leben: Ihr seid die besten.

Basteltipp: Adventskalender

Ich bin ein großer Fan von Adventskalendern und mag besonders jene Ausführungen, an denen die Präsente ganz klassisch hängen. Vor einigen Jahren habe ich zum Verschenken eine Tanne gekauft und diese mit 24 Nikolaussocken dekoriert. Eigentlich mochte ich diesen Kalender, in die Socken passten jedoch größenmäßig weder CDs noch DVDs, weswegen ich im Jahr darauf neu überlegte.

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Als Basis dieses neuen gebastelten Adventskalenders diente mir ein Komplement-Aufhänger von IKEA. In den 27 Kringeln lassen sich normalerweise Krawatten oder Schals sortieren, ich trennte die untersten drei Kreise ab, um auf adventliche 24 zu kommen. Anschließend dekorierte ich den Aufhänger mit einer Tannengirlande und Kugeln weihnachtlich.

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Besonders praktisch am Komplement ist der Kleiderhaken, mit dem sich der Kalender an jede Tür hängen lässt. Da mein Kalender für mehrere Personen sein sollte, schnitt ich mit Plätzchenformen verschiedenfarbige Kartonfiguren aus, die jeweils klar machen, wer an diesem Tag dran ist: Grüne Schneemänner stehen für eine Person, orangefarbene Sterne für eine andere. Außerdem besorgte ich unterschiedliche Sorten von Geschenkpapier – und verpackte alle Türchen für eine Person in der jeweils selben Farbe.

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Bei den Ideen für die kleine Präsente hinter den Kringeltürchen sind natürlich keinerlei Grenzen gesetzt. Man kann sowohl wertigere Überraschungen wie Bücher oder CDs darin verstecken, die vielleicht sogar das große Weihnachtsgeschenk ersetzen, oder kleine Präsente wie Schokolade, Gutscheine und Pröbchen darin verpacken.

Auch die kleine Tanne mit den Weihnachtssocken leistet mir übrigens nach wie vor gute Dienste als Kalender, den ich immer mal wieder an eine andere mir nahestehende Person verschenke.

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They call it glückstrunken

Es ist schon eine nette Geschichte, dass wir auf Facebook tagtäglich an die Geburtstage unserer Kontakte erinnert werden. Das sehe sogar ich so, die ich seit Jahrzehnten einen handschriftlichen Geburtstagskalender pflege, denn nicht jeder neue Bekannte oder Kollege hat es da eben schon hineingeschafft. Ich mache das wirklich gerne, den Festtagskindern einen Gruß zu hinterlassen oder auch mal zu schmökern, welche Nachrichten andere Leute verfassen. „Alles Gute, lass dich feiern!“ – „Danke, habe ich gemacht!“, diese Dialoge eben. Klar, wo alle Welt mitlesen kann geht man nicht ins Detail der Lebenssituationen, ist aber doch auch gar nicht nötig. Mich haben diese Grußbotschaften in den vergangenen Jahren immer sehr gefreut.

Gestern im Laufe des Tages bekam ich ein paar Nachrichten aufs Handy, die sinngemäß besagten: „Da man dir auf Facebook nicht gratulieren kann, auf diesem Wege alles Gute“, dazu einige Worte zum „Wie geht es dir? – So geht es mir…“ Gelesen, gewundert, Haken dran, am Geburtstag bleibe ich bewusst offline. Heute morgen dann die Feststellung, dass meine Pinnwand auf Facebook für Einträge gesperrt ist. Ich weiß nicht, woran das liegt, kann mich nicht erinnern, etwas geändert zu haben und inzwischen ist sie auch wieder offen. Aber am gestrigen Ehrentag mussten alle, die hier landeten, um mir zu gratulieren, leider feststellen: geschlossen. Das war überhaupt keine Absicht.

Wie passend: Kurz vorm Geburtstag hat ein lieber Freund im Urlaub „meinen“ Strand gefunden.

Wie passend: Kurz vorm Geburtstag hat ein lieber Freund im Urlaub „meinen“ Strand gefunden.

Daraus hat sich aber etwas ergeben, worüber ich kurz diese Zeilen verfassen wollte, nämlich eine wahre Flut von wunderbaren, wortreichen, sehr persönlichen Nachrichten über alle Kanäle und in sämtlichen Postfächern, die ich bislang nur angelesen habe, auf deren ungestörten Genuss in den kommenden Tagen ich mich aber wirklich freue. So viele liebe Worte, gedankenreiche Zeilen und wohlformulierte Wünsche, dass ich echt total überwältigt davon bin. Dafür von Herzen DANKE, euch allen, die ihr sie verfasst habt – und ein wenig Facebook, fürs versehentliche Verschließen meiner Pinnwand. Ich werde, versprochen, auf alle Nachrichten noch antworten.

Ansonsten war es im Online-Leben mein erster „Twitter-Geburtstag“, mit vielen lustigen und lieben Wünschen in diesem von mir sehr geschätzten Teil des Netzuniversums. Und offline? Haben meine Herzmenschen mir einen wunderschönen Tag bereitet! Ich weiß mit 38 endlich, wie gut homemade Popcorn schmeckt, hatte kuschelige Momente mit unseren Tigern und einen fabelhaften Abend in einer eindeutigen Lieblingskneipe meiner neuen Heimatstadt, in der ich wirklich angekommen bin. Heute fühle mich kein bisschen verkatert, dafür aber fast ein wenig besoffen vor lauter Glück, bin gerührt, nicht geschüttelt, und unfassbar dankbar, euch allen und diesem Leben: DANKE.

Unterwäsche: Sexy ist, was drinsteckt

Es soll ja Menschen geben, die ganz grundsätzlich etwas gegen Werbung haben – zu dieser Gattung gehöre ich nicht. Ich mag Werbung sogar, zumindest dann, wenn sie mich neugierig macht auf ein Produkt, witzig ist oder intelligent. Leider trifft all das viel zu selten zu. Ganz im Gegenteil ist Werbung oft weder besonders witzig noch intelligent. Ein besonders blödes Beispiel habe ich kürzlich in der Wiesbadener Innenstadt entdeckt, wo auf dem Schaufenster eines Unterwäscheladens diese Botschaft zu lesen ist:

Wer Discount-Wäsche kauft,
fühlt sich auch nur discount-sexy.
Hochwertige Lingerie von Mey.
DoN’t Go WiTh LeSs.

Sexy ist, was drinsteckt!

Ich frage mich ernsthaft, auf welche Zielgruppe das abzielen soll, denn Frauen, die ein positives Verhältnis zu ihrem Körper haben, können es definitiv nicht sein. Wir wissen nämlich, dass es keine Frage der Unterwäsche ist, ob wir sexy sind oder nicht: Sexy ist vielmehr das, was in der Wäsche drinsteckt. BH und Höschen sind lediglich Dekoration.

Wie viel Geld frau für diese Dekoration ausgibt, dürfte mal mehr, mal weniger freiwillig sein. Werbung für Unterwäsche zu machen, die darauf abzielt, dass Frauen in günstigen Dessous sich schlecht fühlen, und dann zu erwarten, aus diesem schlechten Gefühl heraus sollten sie nun ausgerechnet zu jener Marke greifen, die ihnen dieses ungute Gefühl überhaupt erst vermittelt hat, halte ich allerdings für ausgesprochen schwachsinnig.

Welche Wäsche könnte die Frau tragen, die diesen Spruch liest?

Sie trägt hochwertige Wäsche, weil sie es sich leisten kann.
Sie trägt hochwertige Wäsche, weil sie sich ab und zu ein teures Teil gönnt.
Sie trägt keine hochwertige Wäsche, weil sie sich noch nie groß darum geschert hat.
Sie trägt keine hochwertige Wäsche, weil sie sich das nicht leisten kann.
Sie hat keine Ahnung, was die Wäsche gekostet hat, die sie aktuell trägt, weil es ihr egal ist.

Frauen, die gerne Geld für teure(re) Wäsche ausgeben, dürften sich von dem Spruch wohl kaum animiert fühlen, künftig bei Mey zu shoppen. Wer sich schöne Dessous vom Munde abspart erst recht nicht, denn diesen Frauen wurde ja gerade vermittelt, meist seien sie bloß discount-sexy. Frauen, die sich keine teure Unterwäsche leisten können, werden komplett unnötig herabgesetzt durch die Werbung. Und wer sich wenig bis gar nicht darum schert, was Unterwäsche kostet und ob sie nun vermeintlich sexy ist oder nicht, dürfte sich ebenso wenig angesprochen fühlen. Sprich, mir fällt keine Frau ein, die das liest und denkt: Wow, wie cool, ich kaufe meine Wäsche künftig nur noch bei den sympathischen Leuten von Mey.

Es ist ein absoluter Irrglaube, davon auszugehen, wir Frauen bräuchten eine ganz bestimmte Unterwäsche, spezielles Parfum, edlen Schmuck oder wasauchimmer, um besonders sexy zu sein. Wir brauchen dafür auch keine Bikinifigur, keinen Instagram-Filter und keine Schminke. Wir sind das ganz von alleine, liebe Werbeindustrie. Klar, an manchen Tagen empfinden wir das stärker, an anderen weniger, manchmal erkennen wir es erst im Blick unseres Herzmenschen und ab und an nehmen wir es gar nicht wahr. Dann haben wir vielleicht Lust, uns bei einem Schaumbad daran zu erinnern, indem wir uns Zeit für uns und unseren Körper nehmen – oder vielleicht tatsächlich mal wieder neue Unterwäsche shoppen. Aber sicher nicht (mehr) bei Mey.

Wie seht ihr das, Mädels?
#sexyistwasdrinsteckt

DKMS: Ruben will leben

Seit vielen Jahren bin ich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS registriert, deren Arbeit mir ein großes Anliegen ist. Es gibt viele Arten von Übel in der Welt, gegen die wir machtlos sind, die DKMS aber ist eine Möglichkeit, aktiv zu sein gegen den Krebs. Wer sich hier registrieren lässt, schenkt Menschen Hoffnung, die mit einer schrecklichen Diagnose konfrontiert werden. Wie oft hört oder liest man von einem Krebstod und verspürt schreckliche Ohnmacht im Angesicht dieser Krankheit? Die DKMS hilft Menschen gegen diese Ohnmacht, indem sie passende Spender sucht. Und um sich registrieren zu lassen, genügt ein Wattestäbchen. Deshalb: Bitte unterstützt die Arbeit der DKMS durch eine Registrierung oder eine Spende.

Vor ein paar Jahren ist meine Überzeugung in Sachen DKMS noch etwas persönlicher geworden: Die Tochter einer Freundin, die ich in meinem Highschooljahr in den USA kennengelernt habe, kämpft gegen den wiederkehrenden Krebs. Zuletzt wurde für sie tatsächlich hier in Deutschland eine Stammzellenspenderin gefunden. Die Arbeit der DKMS überwindet Grenzen, auch das macht Hoffnung. Sie findet aber auch genau vor unseren Haustüren statt, vor meiner eigenen aktuell, um einen Spender für den kleinen Ruben zu finden, der im März zwei Jahre alt wird.

Ruben will leben

Ruben hat seit seiner Geburt geschwollene Lymphknoten am Hinterkopf. Seit Dezember 2014 wissen seine Eltern, Ruben leidet an akuter lymphatischer Leukämie, einer Form, die bei kleinen Kindern schwer zu behandeln ist. Der Kleine musste schon viele schmerzhafte Eingriffe über sich ergehen lassen. Nun suchen seine Eltern, die lange im rheinhessischen Oppenheim gelebt haben, dort nach einem passenden Spender für ihren Sohn. Momentan geht es Ruben sehr schlecht: Seine Bauchspeicheldrüse ist so entzündet, dass er künstlich ernährt werden muss. Seine Eltern bitten:

„Lasst euch typisieren! Jeder von euch kann die Chance erhöhen, dass unser Sohn einen passenden Spender findet. Mit eurer Teilnahme schenkt ihr die Hoffnung auf ein zweites Leben. Jedem, der an der Aktion teilnimmt, danken wir von ganzem Herzen.“

Am Sonntag, 21. Februar, findet von 11 bis 16 Uhr eine Typisierungsaktion An der Festwiese 2 in Oppenheim statt. Mark Zenke, der zum zehnköpfigen Organisationsteam gehört, das eng mit der DKMS zusammenarbeitet, schreibt: „Ruben – wie auch jedes andere Kind – hat es verdient, diese Chance auf den passenden Spender zu haben. Die Chance auf Leben.“

Wie bei jeder Typisierungsaktion lebt auch die für Ruben davon, dass so viele Menschen wie möglich davon erfahren. Deswegen teile ich sie gerne weiter, verbunden mit der Bitte: Notiert euch den Termin, teilt ihn über die sozialen Netzwerke und lasst euch registrieren. Es kostet so wenig, Hoffnung zu geben.

Danke.