Sunshine Blogger Award: Wortpiratin Feuer und Flamme

Kennt ihr den „Sunshine Blogger Award“? Dahinter steckt die schöne Idee, dass Blogger andere Blogger nominieren, von denen sie sich inspiriert fühlen oder deren Texte und Bilder bei ihnen wie Sonnenstrahlen den Tag erhellen. Ich wurde nominiert von Sabine Harnau, die „Support on Fire“ zum Motto ihres StartUps From Scratch gemacht hat. Dankeschön!

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Hier zunächst meine Antworten auf ihre wunderbaren Fragen.

Erzähl uns ein bisschen über dich.

1. Wie ist die Idee für dein Blog entstanden?
Es gab tatsächlich nicht die Idee, sondern mehr eine zufällige Entstehungsphase. Vor vielen Jahren habe ich bei NEON online Texte veröffentlicht und kurzzeitig auch bei jetzt. Irgendwann kam die Frage auf, welche Rechte man dabei an die Plattformen abtritt und mir war dann schnell klar, dass ich lieber eine eigene Homebase für meine Texte schaffen möchte. Anfangs habe ich hauptsächlich Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht, der tatsächliche Blog kam etwas später und existiert inzwischen seit rund zehn Jahren.

2. Steht dein Blog für bestimmte ethische Werte? Wenn ja, welche?
Ich weiß nicht, inwieweit der Blog selbst tatsächlich für etwas steht in der Wahrnehmung der Leser, aber natürlich vertrete ich als Mensch bestimmte Werte. An denen orientiert sich das, worüber ich schreibe – und wie ich es tue. Als Erstes würde ich da den Umgang miteinander nennen. Menschen mit Respekt zu begegnen sollte eine Selbstverständlichkeit sein, aber im Moment kann man leider beobachten, dass diese Grundvoraussetzung oft fehlt.
Ich glaube, wie wir andere behandeln, sagt viel über unseren Charakter. Ich bin sehr unzufrieden, wenn ich im Nachhinein merke, dass ich meinem Gegenüber nicht gerecht geworden bin. Das ist etwas, woran ich für mich immer arbeite. Und ich denke, viele Texte reflektieren das.

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3. Wie oft bloggst du, und wieso?
Gerade versuche ich, es wirklich regelmäßig einmal in der Woche hinzubekommen. Das ist aber gar nicht so einfach, weil ich aus Journalistin und Autorin ja beruflich ohnehin jeden Tag schreibe. Eine aktuelle Rubrik im Blog ist die „Gegnerbetrachtung“, in der ich mit Bloggern, Fans und Journalisten über den nächsten Auswärtsgegner von Mainz 05 spreche. Das tue ich tatsächlich regelmäßig. Ansonsten schreibe ich über alles Mögliche: Leben, Liebe, Fußball, Katzen oder Themen, über die ich stolpere und die mich bewegen.

Hier bei From Scratch arbeiten wir mit Firmen, die kreativ sind und das Herz am rechten Fleck haben. Unser Spezialgebiet: Service-Kommunikation, die Kunden „Feuer und Flamme“ macht.

4. Was denkst du — sind Kreativität und Werte miteinander verbunden?
Klar, auf jeden Fall. Die Werte, die ein Mensch hat, sind Teil seiner Persönlichkeit und Kreativität hat auch immer mit Persönlichkeit zu tun.

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5. Mal vom Bloggen abgesehen: Wirst du noch anders kreativ?
Ich habe kürzlich einen Malkurs besucht. Das war lustig, aber letztlich bin ich dafür zu ungeduldig, was leider auch für alles gilt, das in den Bereich Handarbeit fällt. Allerdings glaube ich, man legt als kreativer Mensch diese Eigenschaft ja nicht ab. Vermutlich gehe ich auch den Wocheneinkauf oder die Einrichtung meines Arbeitszimmers anders an als jemand, der eher keinen kreativen Zugang zu Themen hat.

6. Hattest du mal Kontakt mit einer Firma, deren Kundenservice dich „Feuer und Flamme“ gemacht hat?
Wer in Sachen Service wirklich alles toppt, was ich bislang erfahren habe, ist die Online-Druckerei MOO. Die gehen einfach großartig mit Feedback um und präsentieren gute, faire Lösungen, das hat mich schon mehrfach begeistert. Oftmals frage ich mich dann, wie es sein kann, dass gerade Onlineunternehmen da die Nase so vorn haben. Und dann zeigt dir dein Alltag das Gegenteil: Wir hatten kürzlich echten Kummer wegen eines verstopften Rohres, und zwei Stunden nach meinem verzweifelten Anruf stand ein Installateur, bei dem wir bislang nicht mal Kunde waren, in unserer Küche, hat ruckzuck alles erledigt und auch die Rechnung hinterher war absolut fair. Da war ich tatsächlich Feuer und Flamme.

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7. Was haben Werte mit gutem Service zu tun?
Ich bin wie gesagt der festen Überzeugung, Werte mache einen großen Teil dessen aus, wie wir die Welt sehen. Daraus folgt, dass sie auch Motor sind, wenn wir handeln – und prägen, wie wir das tun. Service wiederum bedarf ja einer Handlung. Mit guten Werten lässt sich also toller Service erreichen, mit schlechten ist auch der Service mies.

Wir arbeiten hauptsächlich auf drei Arten mit unseren Firmenkunden: Richtig gute Servicetexte, Trainingsworkshops für Callcenter und strategische Projekte.

8. Was willst du als Kundin nie wieder von einer Firma hören (oder lesen)?
„Das haben wir schon immer so gemacht.“

9. Wenn du wählen müsstest — hättest du dann lieber eine schnelle oder eine persönliche Antwort?
In puncto Mails am allerliebsten beides: Eine schnelle, die mir signalisiert, ich bin dort im System angekommen und klemme nicht im Spamordner, gefolgt von einer persönlichen, bei der ich dann auch nicht ungeduldig bin. Bei anderen Kommunikationsformen darf die schnelle wegfallen.

Last, but not least:

10. Was ist dein Lieblingswitz?
Ganz, ganz schlimm, aber bei mir ist einfach seit Kindertagen einer hängengeblieben, den ich bis heute mit Leidenschaft und Überzeugung erzähle: „Kommt’ne Kuh zum Polizist und sagt, mein Mann ist auch ein Bulle.“ Ich entschuldige mich höflichst…

Ich nominiere mit Sonne im Herzen:

Andrea Harmonika
Familie, Chaos, Liebe, Alltag, Politik.
Es ist unmöglich, diesen Blog zu lesen, ohne sich in seine Autorin zu verlieben

Der Wochenendrebell
Fußball, Familie, Autismus, Liebe, Reisen.
Wer die Wochenendrebellen nicht kennt, ist selbst schuld.

Meenzer on Tour
Fußball; ist Sport | ist Liebe | ist Politik | ist Gesellschaftsspiegel.
Nur der FSV, in Worten und Bildern.

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Das sind meine Fragen:

1. Wann und wie schafft ihr die Zeit für eure Blogs?
2. Was ist euch beim Verfassen der Texte wichtig, worauf legt ihr Wert?
3. Welche Musik läuft, während ihr bloggt?
4. Stream, CD-Player oder Plattenspieler?
5. Kauft ihr eigentlich noch Bücher? Was habt ihr zuletzt gelesen?
6. Ihr habt jeder selbst ein Buch geschrieben. Wem sollte ich es zu Weihnachten schenken?
7. Wie viel Privates lasst ihr im Blog zu? Und wo setzt ihr Grenzen?
8. Wie bereichern euch die sozialen Netzwerke? Und wo werden sie zur Belastung?
9. Wir sitzen alle viel zu viel am Schreibtisch. Was ist euer Ausgleich?
10. Wenn ich eure Stadt besuche, was sollte ich mir unbedingt anschauen?
11. Habt ihr eine Lieblingszahl? Und einen Lieblingsbuchstaben?
12. Mit welcher realen oder fiktiven Person würdet ihr gerne ein Bier trinken gehen?
13. Wem schenkt ihr einen Adventskalender?
14. Welches soziale Projekt liegt euch am Herzen?
15. Und zuletzt – die klaue ich von Sabine – was ist euer Lieblingswitz?

Vielen Dank und viel Spaß!

Und das sind die Regeln:
I. Verlinke die Person, von der du nominiert wurdest, in deiner Antwort.
II. Beantworte die Fragen, die dir gestellt wurden, in deinem Blog.
III. Nominiere andere Blogs/Blogger und stelle ihnen Fragen.
IV. Lass deine Nominierten von ihrer Nominierung wissen.
V. Bastle ein Sunshine Award Logo und stelle es mit den Regeln in deinen Blogbeitrag.
VI. Hab Spaß!

Rasenfunk: 31. Spieltag

Sorry, Mergim! (Foto: Rasenfunk)

„Ungemütlich wird es für so manchen Verein mit jedem Spieltag, den es weniger zu spielen gibt in dieser Saison. Eine Phalanx aus Hamburg, Wolfsburg und Mainz steht mit 33 Pünktchen hinten drin und hofft sich rauskämpfen zu können – oder rauszustürmen? Augsburg und Leverkusen wollen nicht abrutschen und Ingolstadt pubertiert ein bisschen rum.“ – So beschreibt Max Ost die aktuelle Tabellensitation. Mit ihm und Karsten Jahn habe ich im wunderbaren Rasenfunk über den 31. Spieltag philosophiert.

Hat Spaß gemacht, danke für die Einladung!

Talk mit dem Fanprojekt: Ein Haus für alle 05er

Für die aktuelle Wortpiratin-Videokolumne rund um Mainz 05 habe ich mit Thomas Becki Beckmann und Markus Delnef über das Fanprojekt Mainz gesprochen. Deren großes Vorhaben 2017 ist das neue Fanhaus, das auf dem Gelände des Alten Rohrlagers entstehen wird. Dabei können sich die Fans mit Ideen ebenso einbringen wie mit echter Handarbeit, sprich, Wände streichen, Kisten schleppen, renovieren und aufhübschen. Das wird sicher eine prima Sache!

Übrigens, das Fanprojekt arbeitet unabhängig vom Verein – die Zusammenarbeit ist aber eine positive. Auch gut zu wissen: Das Fanhaus hat nichts zu tun mit den Plänen der 05er, an der Arena für ein bisschen Gemütlichkeit zu sorgen. Das wird ganz gerne mal verwechselt, ist aber eine komplett andere Baustelle.

Wortpiratin meets… Nachwuchs und 05-Oldie

Auch im November sind bei der Allgemeinen Zeitung wieder zwei meiner Videokolumnen rund um Mainz 05 online gegangen. Zunächst habe ich mich mit Lilja und Anton getroffen, die ein Casting des 05er-Kidsclubs für sich entscheiden konnten und gemeinsam mit Klaus Hafner beim Heimspiel am 24. September die Spieler des FSV ankündigen durften.

Mainz ist ein Verein, der jetzt nicht so viel Geld hat, und dann machen sie Spieler immer sehr gut. Wie Karius, der kam ablösefrei von Manchester – und mit der Zeit wurde er immer besser. | Anton, 9 Jahre |

Mit den beiden war ich heimlich ausgerechnet in Wiesbaden schaukeln, wo die Herbstsonne uns verwöhnte, aber Kamerammann Sergej Metzger seine Arbeit erschwerte. Die Nachwuchssprecher haben das wirklich klasse gemacht.

Außerdem war ich mit Jürgen Girtler vom PlanitzerProjekt verabredet. Der hat nicht nur allen Spätgeborenen erklärt, warum der Name seiner Band keinesfalls sinnfrei ist, sondern auch von legendären Spielen und unvergessenen Spielern geschwärmt. Allerdings habe ich verpasst, mir abschließend etwas von ihm vorspielen zu lassen, aber wozu gibt die Band schließlich Konzerte?

Jürgen war übrigens im Vorfeld von sich aus mit der Frage auf mich zugekommen, ob wir nicht eine Folge der Kolumne gemeinsam gestalten könnten. Mein Wunsch für das neue Jahr wäre, dass auch ein paar 05-affine Frauen seinem Beispiel folgen, die bekomme ich bislang nämlich selten bis gar nicht vor die Kamera gequasselt.

Wo wir schon beim Thema sind – im künftigen Vorstand und Aufsichtsrat der 05er dürften für meine Bedürfnisse unbedingt auch einige Damen sitzen. Wer weiß, vielleicht wären dann auch solche Eskalationen wie in dieser Woche eher zu vermeiden.

#nurderFSV

Wortpiratin meets 05er.fm

Es ist inzwischen fast ein halbes Jahr her, dass die Fußballkolumne „Wortpiratin rot-weiß“ bei der Allgemeinen Zeitung an den Start gegangen ist. Dreharbeiten und Produktion machen immer noch jede Menge Spaß, ich bekomme sehr viel Feedback und freue mich über Lob und Kritik.

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Inzwischen mehren sich außerdem die Mails von Menschen, die den 05ern nahe stehen und fragen, ob ich mich nicht mal mit ihnen vor der Kamera unterhalten möchte. Auch das ist prima, denn ich kann unmöglich jeden auf dem Schirm haben oder kennen, der eine besondere Beziehung zu Mainz 05 hat. Deswegen: Meldet euch gerne, wenn ihr bauchpinseln oder pöbeln wollt, aber auch, wenn ihr findet, eine der nächsten Kolumnen sollte sich unbedingt um eure Fußballliebe drehen.

Für die aktuellen Folge habe ich mich mit Mario Bast und Tim Klotz getroffen, den Machern hinter 05er.fm. Tim ist vielen Fans bereits bekannt als das Gesicht der Videos, die der Verein rund um seine Spiele(r) produziert, aber er hat nicht nur hinter der Kamera einiges drauf, sondern auch am Mikrofon. Gemeinsam kommentieren die beiden die Spiele der 05er live im Netzradio – was sie dabei so erleben, haben sie mir verraten.