im immer des Meer

Im immer des Meer
im immer des Meer
ist mein Herz dir in die Augen gefallen
und fand dort, auf dem grünen Grund
deiner Angst das Echo seines Schlages

immer im Meer
wurde das Salz mir in die Haut gebrannt
und suchte dort
unterm schlagenden Dach
deiner Sehnsucht die Ruhe meiner Seele

im immer des
schlugen die Augen dir am Boden auf
und flüchteten dort, in furchtloser Nacht
meinem Schlagen, der Hitze, deiner Liebe.

Bob Dylan bei Vollmond

Sie war immer der Meinung gewesen, der Mann im Mond sähe ein wenig aus wie Bob Dylan. Obwohl sich das auf die Entfernung natürlich schwer sagen ließ. Jetzt saß er direkt neben ihr auf der Bettkante und sie stellte fest, dass sie mit ihrer Vermutung Recht gehabt hatte: Er sah wirklich ein wenig aus wie Bob Dylan. Und blass – er war so blass, dass es ihr fast unheimlich war; sie war sich nicht sicher, ob es nicht sogar möglich sein musste, durch ihn hindurch zu sehen. Aber die Entfernung zwischen der blassen, schmalen Gestalt und sich selbst noch weiter zu verkürzen, um es auszutesten, das wäre ihr unhöflich vorgekommen – also saß sie bewegungslos da und lauschte ins Dunkle.

Er war ganz plötzlich gekommen, als die Stille der Nacht ihren Höhepunkt erreicht hatte und damit unerträglich geworden war, so unerträglich, dass die Tränen wie kleine, traurige Fontänen aus ihren dunklen Augen geschossen kamen, ohne dass sie etwas dagegen tun konnte. „Warum weinst du?“, hatte er sie gefragt, gleich als erstes, nachdem er sich zu ihr gesetzt hatte; doch sie vermochte ihm keine kluge Antwort darauf zu geben. „Weil ich traurig bin,“ hatte sie schließlich gemurmelt und ihn aus halb verschlossenen Lidern heraus angestrengt angeblinzelt. Ihre Wangen waren noch feucht von den gerade vergossenen Tränen. Es schien ihr, als umgebe den Mann im Mond ein leichter Windhauch, der die Nässe trocknete wie ein Fön, nur kühler, aber nicht unangenehm.

Foto: günther gumhold/pixelio.de

Foto: günther gumhold/pixelio.de

„Warum weinst du noch?“, hakte er nach, und rückte dabei ein wenig näher an sie heran. Nein, es schien, als könne man nicht durch ihn hindurchsehen, fiel ihr dabei auf – und irgendwie war diese Erkenntnis beruhigend. „Warum weinst du noch?“, wiederholte er, ungeduldig. „Weil ich so müde bin,“ antwortete sie, selbst überrascht von ihren Worten. „Warum liegst du dann so wach hier rum?“, wollte er von ihr wissen. „Ich kann nicht schlafen.“ „Seit wann?“ Wieder überlegte sie. „Seit vielen Jahren schon!“, stellte sie dann verwundert fest. „Erinnerst du dich, wann du das letzte Mal geschlafen hast?“, wollte der Mann im Mond da von ihr wissen: „Wie das war, was da passiert ist?“ Bilder tauchten da in ihr auf, die sie längst vergessen geglaubt hätte. Die lästigen Tränen spülten sie ans schummerige Licht der Nacht und sie flüsterte, „jemand hat gesungen. Ein Schlaflied, ich weiß nicht mehr, wie es hieß.“

Der Mann im Mond grinste schief. „Das kriegen wir hin,“ rief er aus. „Meine Verwandtschaft ist sehr musikalisch.“ Langsam ließ sie sich da in die Kissen zurücksinken, unsicher, was der blasse Kerl von ihr wollte. Und beinahe geneigt, ihn zu verscheuchen, statt sich auf seinen Vorschlag einzulassen. Doch plötzlich erklang da eine Gitarre – und eine Stimme, rauchig und doch zart, bohrte sich über das Ohr in die Tiefen ihres Herzens, „I’ll give you shelter from the Storm“ – und da schloss sich ihr Geist in sich selbst, wendete sich der unruhig gewordene Blick nach Innen und sie fiel in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

One is the loneliest Number

Die einzigen Stimmen, die ich seit Tagen gehört habe, sind die in meinem Kopf, sie flüstern leise „er ist fort“ und ich denke – wieder. Mein Blick schweift aus dem Fenster über die Lichter meiner Stadt und hinunter zu dem abgetretenen Fleck vor meiner Haustür, dort hat er oft gestanden, geklingelt, gewunken und in die Sprechanlage gelacht, bevor ich ihn hineingelassen habe. Nun steht er nicht mehr dort, steht da niemand mehr, weil es kein scheiß Film ist, den ich von hier oben betrachte, sondern mein Leben. In dem eben niemand mit Rosen vor meiner Tür steht, sondern meine traurig-müde Feststellung, dass es besser für uns sei, einander nicht mehr zu sehen, klaglos und ohne Nachfragen akzeptiert wird.

Was hätten Rosen gebracht, jetzt, wo die Lüge zwischen uns Platz genommen hat. (Foto:  Gerhard Hermes/pixelio.de)

Was hätten Rosen gebracht, jetzt, wo die Lüge zwischen uns Platz genommen hat. (Foto: Gerhard Hermes/pixelio.de)

„Als ob“, kichern hämisch die Stimmen in meinem Ohr, brennend dringen ihre Zungen über die kleine Muschel in meine Seele ein und schreien: „Alleine seid ihr ja nie gewesen!“ „Nein“, stimmte ich leise zu. Da waren immer Fremde bei uns. Mal ist es die Andere gewesen, die den Platz zwischen uns größer gemacht und dabei meine Luft weggeatmet hat, weil da nur Luft war für zwei. Ein andermal der Rest der Welt, der ihn auch nicht glücklich machen kann, so wie niemand, nicht einmal er selbst, weil es nicht in ihm ist, nie war – oder er es verloren hat; was macht das noch für einen Unterschied. Dann wieder hat die alte Hure Vertrautheit sich zu uns gesellt, die nie etwas wegatmet von der Luft, die uns Zweien zur Verfügung steht, sondern sie anzündet, damit wir uns erwärmen können an ihr, an uns, einander, näherrücken, er zu mir, ich zu ihm, Trost finden in einer Umarmung, von der wir wissen, sie wird zerbrechen am Licht des herbeieilenden Tages – und uns doch willig ihr ergeben, immer wieder, klammern gegen das Verlieren.

Schließlich hat uns die Angst besucht, ihre kleine Schwester Zweifel fest an der Hand hinter sich her zerrend und alles kaputt gemacht, was da gepflanzt und in ängstlicher Liebe bewacht worden ist. Und immer war es er, der Wache gehalten hat in den Nächten des Angst-Besuches, dabei nicht aufmerksam genug gewesen ist, sondern abgeschweift mit seinen Gedanken, in eine Welt, die ihn lockte, mit ihren falschen Versprechungen. So ist es wieder kalt geworden in unserer Höhle, ungemütlich, weil die Welt hineingebrochen kam, uns zu erschrecken. Nun also die Lüge – und da ist es still geworden zwischen uns. Er redet noch und bittet um Vergebung, doch ich kann seine Worte nicht hören, denn die Lüge hat mich getrennt von ihm, alle Verbindungen abgekappt, so sehe ich nur die Bewegung seiner Lippen, aber verstehe nicht ihren Klang. Zu groß die Angst, es könnten mehr Unwahrheiten folgen und das beleidigen, was war, bevor ich ging, als dass ich seinen Worten noch Gehör schenken könnte. Unten, im Herzhof, liegt unsere Liebe, die nie sein durfte, doch das ist nicht neu, dort haben wir sie schon vor langer Zeit versteckt, auch vor uns selbst. Jetzt schaufelt der Winter eine zweite Grube im Pfeifen des Windes, in der wird unsere Freundschaft beerdigt. Die Andacht ist heute, er wird nicht kommen. Ich habe ihn von der Gästeliste gestrichen.

Der Tag, als Herrn Meyer ein Engel vom Himmel fiel

Da war sie. Und die Frage, ob Engel Männer oder Frauen waren (oder gar geschlechtslos) für immer beantwortet. Engel waren weiblich und entsprachen allen Klischees, die er in seinem Leben je gehört hatte. Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, nein – denn es sind Frauen. Große Frauen mit goldenem Haar und wogenden Brüsten. Und sie können einem überall begegnen. Herr Meyer hatte keinen guten Tag gehabt, heute. Und auch nicht gestern oder vorgestern – eigentlich schon eine ganze Weile nicht mehr, wenn er sich recht besann. Nur, wann es angefangen hatte, daran vermochte er sich nicht mehr so recht zu entsinnen. Vielleicht, als ihn seine Frau zum zweiten Mal betrogen hatte? Wobei das erste Mal irgendwie nicht zählte, denn das erfuhr er erst Jahre später… Aber nein, Herr Meyer schüttelte den Kopf bei dem Gedanken, in den vergangenen 17 Jahren nur schlechte Tage erlebt zu haben; immerhin war er in dieser Zeit regelmäßig und gerne seinem Job nachgekommen, hatte den Kontakt zu seinen beiden erwachsenen Söhnen gepflegt und einige Reisen unternommen, wenn auch zumeist alleine, wie es ihm unterwegs zur Regel geworden war.

Herr Meyer war ein wenig nervös, denn es war seine erste Begegnung mit einem Engel. (Foto: WP)

Herr Meyer war ein wenig nervös, denn es war seine erste Begegnung mit einem Engel. (Foto: WP)

Ihm fiel ein Stein von Herzen. Er hatte in den letzten 17 Jahren, bei Licht besehen, sogar eine Menge guter Tage gehabt. Die Arbeit als Buchhalter machte ihm Spaß, mochten andere sie auch als langweilig empfinden, ihn faszinierte das Spiel mit den Zahlen, das Drehen an der Rechenmaschine, das Tackern auf dem Taschenrechner. Ja, an den Computer hatte er sich erst gewöhnen müssen, aber er war nicht unflexibel – zudem waren seine Jungs ganz fix mit diesem Zeug, die hatten ihm geholfen. Doch er hatte die Intelligenz des Rechners unterschätzt… Herr Meyer wunderte sich ein wenig darüber, dass es „der“ Engel heißt – wo sie doch Frauen waren. Mochte sein, dass dies vor ihm niemand gewusst hatte, aber es war doch infam, einfach davon auszugehen, Engel kämen in männlicher Gestalt daher! Verstohlen warf er einen Seitenblick auf seine Engelsfrau. Sie war so nah, dass es ihm einen sanften Schauer den Rücken herabrieseln ließ. Vielleicht, wenn er die Hand ausstreckte und sich auch noch ein wenig herüber lehnte… Aber nein, das war völlig unmöglich, was sollte sie von ihm denken? Herr Meyer war ein wenig nervös, denn es war seine erste Begegnung mit einem Engel; sofern er sich erinnern konnte.

Auch als seine Frau ihn zum dritten Mal betrog, ging für Herrn Meyer die Welt nicht unter. Er war traurig. Und schämte sich ein wenig, denn diesmal bekamen die Kinder es mit. Vom ersten Mal hatten sie nie erfahren, beim zweiten waren sie noch so jung gewesen; andererseits vielleicht bereits alt genug, dann aber glücklicherweise im Pfadfinderlager. Aber diesmal, diesmal waren sie bei ihm, als er seine Frau beim Ehebruch ertappte: Welcher Vater wünscht sich das schon? Die Engel, so dachte Herr Meyer, wandelten unerkannt unter den Menschen. Sie fielen den Erdenbürgern nicht auf, wie diese so durch ihre Tage hetzten. Wer nicht ab und an einen Moment inne hielt, zu sich kam und zur Ruhe, der mochte Zeit seines Lebens ungezählte Male an einer von ihnen vorbeilaufen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Dabei konnte ein einziger Moment mit diesen göttlichen Wesen, nur eine Begegnung, einen Menschen für immer verändern. Herrn Meyers Frau hieß Gabi. Sie war mit Ende vierzig sieben Jahre jünger als Herr Meyer selbst, doch er würde es nicht glauben, wenn er ihr heute zum ersten Mal gegenüberstünde. Ihre Haut war noch immer so sanft und rosig wie ein reifender Pfirsich, ihre Haare waren dicht und lang und braun und wunderschön. Sie rochen so aufregend wie an dem Tag, als er sie kennengelernt hatte, nach Mandeln und Honig und wilden Rosen. Ihre Brüste waren straff und reizvoll, ihr Schenkel drall und sie steckte voller Träume.

Herr Meyer liebte alles an seiner Frau. Und konnte es ihr nicht einmal verübeln, dass sie ihn betrog. An ihm waren die Jahre nicht so spurlos vorübergegangen; dann war er auch nie eine Schönheit gewesen. Seine Haare waren in der Mitte des Kopfes licht und vom vielen Sitzen und Buch halten hatte er einen kleinen Bauch bekommen, der quoll ihm in zwei Ringen über die Hose, wenn er saß. An schlechten Tagen konnte er den Ehering nicht vom Finger bewegen, aber das tat er ohnehin nur zum Röntgen. Am Anfang hatte Gabi ihn noch liebevoll wegen seiner beginnenden Platte geneckt und beim Sex spaßhaft in den Bauchansatz gekniffen, doch irgendwann war ihr Lachen dünner geworden und der Sex seltener und dann hatte sie begonnen, nach anderen zu schauen. Herr Meyer hatte in den 32 Jahren seiner Ehe keine andere Frau angesehen, nicht einmal im Traum. Doch nun starrte er den Engel an. Sie hatte langes, goldenes Haar und ein weiches, rundes Gesicht. In ihren Augen lag ein strahlender Schimmer. Herr Meyer war sich sicher, alle Engel bekamen vom großen Vater einen Kuss auf die Stirn gehaucht, bevor man sie in ihren Dienst entließ. Davon, so glaubte er, strahlten ihre Augen. Und auch der Rest des Gesichts. Es war ihm leicht zugeneigt und Herr Meyer versuchte, einen Blick auf die Augen des Engels zu werfen. Doch diese, von prächtigen dichten Wimpern bedeckt, hatte sie niedergeschlagen.

Das Klingeln des Handys riss Herrn Meyer aus seinen Gedanken. Er zögerte kurz, antwortete dann aber. Es war seine Sekretärin, also, ehemals, die sich nach seinem Befinden erkundigen wollte. Die Gute! Sein überstürzter Aufbruch hatte sie geschockt. Aber wer hatte damit auch rechnen können? Er hatte sich eben zu sicher gefühlt. Verfluchter Computer… Wenigstens würde ihm das Eingeständnis seiner Schuld den Prozess ersparen. Aber der Job war weg und das Geld ebenfalls. Anstatt Gabi ein besseres Leben zu bieten, würde er ihr nun Schulden hinterlassen. Der Gedanke betrübte ihn. Wenn Gott der Vater der Engel ist, so muss eine prächtige, stolze Walküre, eine tapfere Kriegerin, ihre Mutter sein, überlegte Herr Meyer. So vereinen die Engel in sich ein liebevolles, schwebendes, sanftes Wesen mit Intelligenz, Kraft und Mut. Seine Söhne hatten sich sehr loyal verhalten, nachdem sie in jener Nacht, als die Spätvorstellung im Kino ausfiel, weil außer ihnen niemand gekommen war, die Mutter bei ihren Spielereien erwischten: gegenüber beiden Elternteilen. Es machte ihn glücklich, denn so hatte er versucht, sie zu erziehen. Sie verhielten sich ihm gegenüber extrem zärtlich und waren voller aufrichtiger Zuneigung, die Mutter verurteilten sie nicht – und irgendwann dann waren sie sowieso ausgezogen, die Treffen wurden seltener, auch wenn sie häufig telefonierten.

Ganz plötzlich hob der Engel den Kopf und sah zu Herrn Meyer herüber. Beinahe hätte er den Augenblick verpasst, weil er so in Gedanken war. Es schien ihm, als hätte ein Strahl der Morgensonne sein Gesicht getroffen, als sie ihm so plötzlich unverwandt ins Gesicht sah. Die Sonne, so dachte er noch, muss wohl die Taufpatin der Engel sein, denn dass oben im Himmel ein Jeder getauft wird, dessen war er sich sicher. Der Engel strahlte und blickte doch ebenso verwundert drein, wie Herr Meyer es in diesem Moment von sich selbst annahm. Vorsichtig hob er die Hand und winkte zu ihr hinüber. Sie erwiderte seine Geste mit einem Lächeln. Wie ein Rausch überkam es ihn da.

Sie saß im vordersten Auto in der doppelreihigen Schlange. Die junge Frau am Steuer des roten Mitsubishis war selbst nicht auf den Mann aufmerksam geworden, der im Wagen rechts neben ihr an der zweispurigen Ampel auf grünes Licht wartete. Erst als ihr Sohn Max von der Rückbank krähte „schau mal wie der alte Mann guckt“, hatte sie ihre Aufmerksamkeit von der Einkaufsliste in ihrem Schoß auf das andere Auto gelenkt. Beinahe schien es ihr, als habe er darauf gewartet. Sein Blick, eben noch seltsam entrückt, bekam etwas Friedliches und er winkte zu ihr herüber. Voller Sympathie für den scheinbaren Kauz erwiderte sie seinen Gruß mit einem Lächeln.

***

„Und dann?“ Marie sah ihren Mann völlig fassungslos an und konnte zunächst nicht auf seine Frage antworten. Eben hatte sie Max, der ganz verwirrt war von den Ereignissen des Nachmittages und lange geweint hatte, endgültig in den Schlaf gesungen. „Dann ist er losgerast, geradaus in die T- Kreuzung. Und im nächsten Moment hat es auch schon einen riesigen Schlag getan. Minuten später waren Polizei und Sanitäter vor Ort. Der Arzt meinte hinterher, er sei sofort tot gewesen.“ Björn stand von seinem Stuhl auf, kam um den Tisch herum und nahm seine aufgeregte Frau in den Arm. Mit der Hand streichelte er ihr sanft übers Haar, das wie ein goldener Wasserfall über ihre Schultern glitt. „Jetzt beruhige dich erst einmal. Du wirst den komischen Alten bald vergessen haben. Ich bin ja bei dir, mein Engel.“

sehn-sucht

Foto: Alwin Gasser/pixelio.de

Foto: Alwin Gasser/pixelio.de


im abschied zuckt ein leises sehnen
nach dem, was längst vergangen war
und blutet mir jetzt deine träne ins auge
trifft sie dort auf alle, die ich nie geweint
mag sein, der traum zerbirst vor uns im staube
mein herz legt sich schlafen und deines verneint

doch nenn uns niemals königskinder
sie konnten einander nicht finden
uns hat dein spiegelbild verraten
als es sich brach, am stamm der linden
denn was nutzt ein leben, und was es ersehnt
wenn erst tanzen mag, wer verlorenes wähnt.