Scherben/Gesicht

Foto: PeterFranz/pixelio.de

Foto: PeterFranz/pixelio.de


Wutpochen unter dem Verband
getragen aus Gewohnheit nur –
denn wie es darunter aussieht
ist ein lang vergangenes Wagnis.

Was dort schmerzt geriet verloren
klafft das Fleisch, erstickt Textil.
Angstbeben vor der Nacht
gefürchtet aus Gewohnheit nur –
wo ihre Monster reißen wollen
bringt erst das Tageslicht hervor.

Während sie wütend Zähne blecken
spiegelt das Antlitz strahlend weiß.
Wenn wir auch brechen
im Dunkel des Fleisches
ertönt aus den Mäulern
doch nie ein Geräusch.

Jedoch, am Boden aufkommend,
steht es ja auch dir und mir zu
ein Mal, ganz sachte bloß, zu klirren.

Und von der Sonne, die sich
in den Scherben bricht, kann
man sich die Sicht nehmen
lassen oder den Weg weisen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .