Wortpiratin meets Stadionsprecher

Eltern hüten ihre Kinder 18 Jahre, Stadionsprecher Klaus Hafner hütet den 1. FSV Mainz 05 schon deutlich länger. Wann er aufhören wird, steht bereits fest, ist aber noch ein Geheimnis. Worauf es beim Nachfolger ankommt, verrät er in der aktuellen Folge von „Wortpiratin rot-weiß“. Außerdem philosophieren wir darüber, wieso Martin Schmidt beinahe die Stadt hätte verlassen müssen und worauf es bei der aktuellen Strukturdebatte ankommt – und Klaus Hafner überrascht mich damit, dass er sich noch an das kleine Blöckchen erinnert, mit dem ich vor vielen Jahren zum ersten Mal bei einem Termin für die Allgemeine Zeitung vor ihm stand.

Wortpiratin rot-weiß

Künftig greife ich für die Allgemeine Zeitung nicht nur zum Stift, sondern treffe vor der Kamera alle zwei Wochen Menschen, die dem 1. FSV Mainz 05 besonders verbunden sind – oder zufällig die Wege des Vereins kreuzen. Die Folge #1 ist seit einer Woche online und mein ganz besonderer Dank geht an meinen wunderbaren ersten Gesprächspartner Peter Arens und die geduldige Crew bei arens intercoiffure. Ein großes Dankeschön aber auch an Sergej Metzger und Alexandra Eisen fürs tolle Teamwork und an Lutz Eberhard, weil: überfällig. Es ist mir ehrlich ein Fest, solche tollen Projekte machen zu können. Der zweite Teil erscheint am 8. Juni.

Aus der Ankündigung in der AZ:
„Wenn Mara Braun als Wortpiratin für diese Zeitung über Mainz 05 schreibt, erleben die Leser eine besondere Mischung aus Hirn und Herz, aus Fußballsachverstand und Fanleidenschaft. Sie scheut sich nicht vor großen Emotionen und deutlichen Worten. [In ihrer neuen Videokolumne] wird sie alle zwei Wochen mit Menschen ins Gespräch kommen, die eng oder auf eine besondere Weise mit Mainz 05 verbunden sind. Den Anfang macht 05-Vizepräsident Peter Arens.

Außerhalb des Fußballs beweist der Friseurmeister haariges Talent. Weshalb sich Mara Braun auch vertrauensvoll in die Hände des Coiffeurs begeben hat. Die neue Video-Kolumne Wortpiratin rot-weiß – Erkennungszeichen: Pommestüte, gefüllt mit original rot-weißen 05-Gummibärchen – erscheint im zweiwöchigen Rhythmus immer mittwochs im Webangebot dieser Zeitung sowie auf dem Facebook– und Youtube-Kanal der AZ.“

Fußballnippes dringend gesucht!

Kennt ihr die Pralinenfabrik? Dort entstehen in einem Hinterhaus in der Mainzer Neustadt keine Köstlichkeiten für dem Naschteller, sie ist vielmehr das Domizil für drei sehr unterschiedliche Künstler. Zwei von ihnen, Henry J. Wintherberg und Ansgar Frings, gehören zu den teilnehmenden Kunstschaffenden der anstehenden Millerntor Gallery #6. Die Gallerie ist „ein internationales Kunst-, Musik- und Kulturfestival für kreatives Engagement. Initiiert von Viva con Agua und dem FC St. Pauli, ist sie eine soziale Kunstgalerie und ein Kulturfestival im Millerntor-Stadion. Über die universellen Sprachen Kunst, Musik und Fußball werden Impulse gegeben, um die Besucher zu gesellschaftlichem Engagement zu inspirieren.

An vier Tagen im Jahr wird das Stadion zu einer Plattform für Dialog und Austausch, auf lokaler sowie auf internationaler und interkultureller Ebene. Durch genre-übergreifende Kunstwerke sowie vielfältige Musik-, Kultur- und Bildungsprogramme wird sich mit der Frage beschäftigt, wie die Welt positiv gestaltet werden kann. Dabei lassen Interaktionsmöglichkeiten die Besucher zu Teilnehmenden an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen werden.“ Die Künstler stellen 70% ihrer durch den Kunstverkauf erzielten Erlöse der Arbeit von Viva con Agua e.V. zur Verfügung, 30% gehen an die Kunstschaffenden selbst.

Henry + Ansgar

Bereits bei der Millerntor Gallery #5 gehörte Henry J. Wintherberg zu den Teilnehmern, für die Nummer sechs werden er und sein Atelierkollege Ansar Frings nun mehrere Skulpturen live vorm Stadion von St. Pauli bauen. Dafür brauchen Sie eure kleinen alten Fußball-Dinge und den schönen und häßlichen Fußball-Nippes, der in euren Kellern und auf euren Dachböden schlummert, sprich: alles, was mit Fußball zu tun hat. Zum Beispiel: Fußballschuhe, egal welche Größe, komplett oder defekt, im Paar oder einzeln — Bälle, alte, neue, kleine, große, kaputt, ganz, auch in Mini vom Kicker oder Tipp-Kick — Miniatur-Kram, Fußball in klein, kleine Tore, kleine Bälle, Tipkick — Fahnen — Wimpel — Schienbeinschoner — Stulpen — Torwarthandschuhe — Ballnetze — Trainingshütchen — oder auch größer, defekte Tore, Netze, Trainingskram… — Pokale — … Alle Sachen können auch kaputt sein und die Farbe ist egal, weil später alles lackiert wird.

Wer helfen kann und möchte, wendet sich direkt an die Pralinenfabrik. Danke!

Aktuelle Auswärtsspiele

In der Bundesliga liegt die letzte englische Woche der Saison hinter uns und für Mainz 05 war sie mit sieben Punkten aus drei Spielen nicht nur sehr erfolgreich, sondern mit dem Sieg gegen die Bayern in München richtig sensationell. Zugetraut hatte ich dem Team den Dreier, was die vorangegangene Kolumne zeigt. Weit aus dem Fenster gelehnt habe ich mich auch vor dem Heimspiel gegen Schalke 04, vor der Auswärtsniederlage in Hoffenheim an eine legendäre Pleite gegen den Plastikclub erinnert und zum Heimspiel gegen Leverkusen die allzu harschen Kritiker von Christian Heidel gescholten.

Kickschuh

Vor dem Nachbarschaftsduell mit Darmstadt habe ich Matthias Kneifl in seinem Blog ein paar Fragen zu der Begegnung beantwortet, außerdem einen Gastbeitrag für das Darmstädter Echo geschrieben und in der Kolumne den Derbybegriff abgewogen. Erschienen ist in der geballten Fußballwoche auch mein monatlicher Fußballrückblick für das CULRurMAG.

Nachtpilot

Als Kontrastprogramm zu so viel Fußball bin ich für die Allgemeine Zeitung eine Nacht lang mit der Linie 6 zwischen Mainz und Wiesbaden gependelt, habe beobachtet, zugehört und mich mit Busfahrer Alexander Ahrens unterhalten. Hier geht’s zum Bericht. Gute Fahrt!

Die Causa Christian Heidel

Screenshot Heidel

Als ich die Mehrzahl der Kommentare gelesen habe, mit denen der anstehenden Wechsel von Christian Heidel begleitet wurde, hat mich nur eine Frage bewegt: Geht’s eigentlich noch? Welche gnadenlose Härte, abstoßende Arroganz und offene Häme da teilweise aus den Leuten spricht, hat mich fassungslos gemacht. Kaum besser die Einlassungen jener Fans, die sich als besonders loyal verstehen und dem Mann nun vorwerfen, er lasse quasi die Familie im Stich. So ein Quatsch!

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