Saisonspende, die; mit Fußball Gutes tun

Es ist keine revolutionäre Idee, Sport und den guten Zweck zusammenzubringen. Es ist aber jedes Mal aufs Neue eine gute. Rund um den Fußball passiert gerade sehr viel Mist, umso wichtiger ist es, auch die positiven Aktionen in die Welt zu tragen.

Zu denen gehört die #Saisonspende, die unter diesem Hashtag in der aktuellen Saison zum zweiten Mal läuft und bislang vor allem durch Twitter-User getragen wird. Initiatorin war im letzten August Sarah, selbst Anhängerin des FC Köln. Ihr Tweet, in dem sie ankündigte, für jedes Tor von Leonardo Bittencourt 21 Euro zu spenden, verbreitetet sich auch dank des #Hashtags schnell und die Aktion fand viele Nachahmer. Das war damals unter anderem bei RP Online nachzulesen.

Nun, da die Zweitligasaison gerade begonnen hat und auch die im Oberhaus kurz vor dem Anpfiff steht, wird der Hashtag wieder mit Leben gefüllt. Fußballfans zahlreicher Verein überlegen sich, wen sie wie unterstützen, wenn Spieler des eigenen Vereins ein Tor schießen, die Mannschaft in einem Wettbewerb weiterkommt oder sonstige Erfolge feiert. Die eigene Begeisterung am Sport wird zum Motor dafür, anderen etwas Gutes zu tun. Das finde ich großartig und wichtig. Deshalb möchte ich die Saisonspende auch über Twitter hinaus noch ein bisschen weiter publik machen – und mich natürlich selbst beteiligen.

Es wäre schön, wenn die Aktion viele weitere Nachahmer findet. Jeder gibt, was er kann, niemand soll sich dabei übernehmen und viele von uns sind sicher schon an anderen Stellen sozial oder mit Spenden aktiv. Will heißen, kleine Beträge sind absolut prima, jeder Cent zählt. Und je mehr Fans mitmachen, umso größer ist der Effekt. Wer seine Saisonspende rund um Mainz 05 anlegt, kann Petra auf Twitter oder Facebook darüber informieren und wird in die 05-Liste aufgenommen. Und wer weiß, vielleicht beteiligt sich am Ende auch unser Verein?

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Meine Saisonspende geht an den FC Ente Bagdad. Die Arbeit des buntesten Hobby-Fußballclubs der Welt bewundere ich schon länger aus der Ferne, diese Woche hatte ich außerdem das große Vergnügen, mit dem Maître de la Toile Stefan Schirmer eine neue Folge Wortpiratin rot-weiß zu drehen (VÖ 15. August). Dabei zu erleben, mit welcher Leidenschaft die Enten sich einsetzen für eine offene, empathische Gesellschaft, hat mir die Entscheidung leicht gemacht.

Beteiligt euch zahlreich.
Fußball ist Sport.
Fußball ist Liebe.
Fußball ist bunt.
Fußball sind wir.

Benefizlesung mit Lotto zugunsten der DKMS

Stell dir einmal vor, du bekommst mit dem, was du tust, ein bisschen Aufmerksamkeit. Was ist da naheliegender, als sie für den guten Zweck zu nutzen? Keiner von uns kann die Welt retten, aber wir alle können sie im Kleinen verbessern – und genau das möchte auch ich tun, wann immer sich die Möglichkeit dazu bietet. Ein Thema, das mir dabei sehr am Herzen liegt, ist laut zu sein gegen Rechts, gegen Nazis, gegen Ignoranz in allen Teilen der Gesellschaft. Ein zweites ist die Arbeit der DKMS, die ich schon seit vielen Jahren persönlich unterstütze.

Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein.

Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein.

Als ich mit Dirk Martin, Prokurist bei Lotto Rheinland-Pfalz, vor einiger Zeit beruflich zu tun hatte, da stand die Veröffentlichung meines Mainz 05-Krimis „Im Schatten der Arena“ kurz bevor. Wir kamen ins Quatschen, stellten fest, dass wir in vielen Dingen einen gemeinsamen Nenner finden und so war die Idee in der Welt, zusammen eine Benefiz-Lesung zugunsten der DKMS in der Loge von Lotto im Mainzer Stadion auf die Beine zu stellen. Als Autorin kann ich dazu vor allem zwei Dinge beisteuern: mich und meine Bücher. Mich in diesem Fall ohne das übliche Honorar, um die gute Sache zu unterstützen. Mein Buch eben im Rahmen der Lesung.

Gute Stimmung auch auf der Bühne.

Gute Stimmung auch auf der Bühne.

Lotto steuerte nicht nur die eigene Loge dabei, sondern lud zum Imbiss auch in die des Vereins, was für die anwesenden Fans wirklich eine sehr schöne Sache war. Und eine dritte Loge wandelten sie gemeinsam mit der DKMS ins „Stäbchen-Hauptquartier“ um, in dem die anwesenden Gäste sich nach dem bekannten Motto „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein“, für die DKMS registrieren konnten. Torsten Zimmermann machte großartige Fotos von der Veranstaltung, Malino Schust drehte einen tollen kleinen Film und der Societäts-Verlag war unter anderem durch Verlagsleiter René Heinen erneut ganz wunderbar präsent. Die Mitarbeiter von Lotto organisierten sowohl im Vorfeld der Veranstaltung als auch am Abend selbst ganz famos, namentlich sei hier Jennifer Jonas fürs Veranstaltungsmanagement erwähnt. Clemens Buch moderierte sehr sympathisch und die DKMS war vertreten durch Ralf Peters, der auch einige Worte zur Arbeit der Organisation sagte.

So, wie ich vor der Lesung ein paar persönliche Worte zu Toni Marino sagen konnte, der wir diesen Abend gewidmet haben. Als ich mein 11. Schuljahr in Mississippi verbrachte, lernte ich dort Lacy Marino kennen. Toni, die Tochter meiner Highschool-Freundin, ist 2016 nach langem und tapferem Kampf gegen die Krankheit an Leukämie gestorben. Zuvor hatte Toni mehrfach Knochenmark erhalten, zum einen von ihrem Bruder Kam, aber auch eine Fremdspende. Für ihre Familie ist jeder Tag wertvoll, den sie dadurch mit ihr gewinnen konnten.

Ein wunderbar interessiertes Publikum mit bekannten und unbekannten Gesichtern. (Fotos: Torsten Zimmermann)

Ein wunderbar interessiertes Publikum mit bekannten und unbekannten Gesichtern. (Fotos: Torsten Zimmermann)

Die Lesung gerade im Stadion, mit dem Blick aufs Spielfeld, war natürlich ein sehr schönes Ereignis. Das große Interesse der Gäste am Buch ließ sich auch daran ablesen, dass ich mit einer prallvollen Bücherkiste anreiste und nur drei Restexemplare wieder mit nach Hause nahm. Die Stimmung war gut und ich denke, alle hatten ihren Spaß an dem Abend. Und das ist schließlich das Wichtigste.

Na, fast: Auch die Spendendose für die DKMS konnte sich am Ende sehen lassen. Hier nochmal ein besonders großes Dankeschön an Lotto, die die Kosten für alle Registrierungen an diesem Abend übernahmen. Schön, wenn man solche Partner hat.

Im Schatten der Arena: Stand jetzt

Es ist nun einen Monat her, dass Im Schatten der Arena ausgeliefert worden ist. Seither kann man das Buch überall im lokalen Handel, aber natürlich auch auf der Homepage des Societäts-Verlags oder dem Shop der Autorenwelt kaufen. Ich bin ja mehr für die Buchstaben verantwortlich als für die Zahlen, aber der Verlag ist zufrieden damit, wie der Verkauf angelaufen ist.

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Persönlich habe ich inzwischen etwa 100 signierte Bücher an Interessierte verschickt, die bei mir direkt bestellt habe. Außerdem häuft sich das Feedback, was für mich als Autorin natürlich super ist. Ob es nun erste, sehr wohlwollende Rezensionen auf Amazon sind, klassische Zeitungsartikel, Fotobeiträge mit dem Buch auf Instagram, Twitter und Facebook oder Mails an mich direkt, ich sauge alles mit großer Freude und Begeisterung auf. Deswegen an dieser Stelle ein ganz großes DANKESCHÖN an alle, die sich die Zeit dafür nehmen.

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Dramatik und Spannung wurden hier sehr bildhaft und ideenreich geschaffen. Eine kleine Hommage an die Stadt Mainz und unseren
Verein. Großartig!

Fabrizio Hayer

Auch einige Podcasts haben sich inzwischen mit dem Buch beschäftigt. Tobias Migge hat in seinem sehr feinen Podcast 2 READ or not 2 READ eine total schöne Besprechung aufgenommen, in der er einen Schwerpunkt auf die Trauerarbeit der Protagonistin Jo nach dem Tod ihres besten Freundes legt. Unbedingt reinhören! Außerdem war ich bei Andreas Thies auf Mein Sportradio zu Gast und habe ein bisschen über das Buch geplaudert und mit Sascha Rebiger habe ich in seinem wirklich empfehlenswerten Podcast mit dem großartigen Namen Bälle und Bücher unter anderem über die Entstehung des Krimis gesprochen.

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Der Verlag hat sich nun entschieden, 15 Bücher für eine Leserunde bei Lovelybooks zur Verfügung zu stellen, die ich begleiten werde. Dafür kann man sich bis Freitag, 8. Juni, bewerben. Bereits am Donnerstag, 7. Juni, steht die mittlerweile dritte Lesung aus dem Krimi an. Nach der Premiere im Hugendubel und einer kleineren Lesung im Neustadtladen in Mainz folgt nun eine Benefizlesung gemeinsam mit Lotto Rheinland-Pfalz in deren Loge in der Opel Arena. Die Veranstaltung steht ganz im Zeichen der DKMS, für die an diesem Abend Spenden gesammelt werden. Außerdem ist ein Team der gemeinnützigen Organisation vor Ort und die Gäste können sich vor und nach der Lesung registrieren: Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein.

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Der Abend ist Toni Marino gewidmet. Ich freue mich sehr, dass Lotto unter besonderer Mitwirkung von Dirk Martin die Veranstaltung für die gute Sache ermöglicht. Eine weitere Lesung wird es nach der Sommerpause auch im neuen Fanhaus des Fanprojekts Mainz geben. Die Details dazu verrate ich dann zu gegebener Zeit. Euch und Ihnen allen vielen Dank – fürs Interesse, fürs Feedback, fürs Mitfiebern und Weiterverbreiten. Alleine wäre das alles nur halb so schön. Danke, von Herzen.

|| Danke für die Fotos an Frühes Vogerl, Christian Viering, Pollux, Jochen Weicker, Flachlandknipse, Ajnor Rethcotrebuär, Hoppipolla und Genderbeitrag. ||

FAQ: Im Schatten der Arena

Seit 11. Mai ist „Im Schatten der Arena“ im Handel. Das ist nicht nur mein erster Krimi, sondern nach bislang drei Sachbüchern auch mein erster Roman und alles ist neu und aufregend. In den vergangenen Tagen habe ich schon rund 60 Bücher auf die Reise geschickt, der Verlag versendet Rezensionsexemplare und ich bin sehr neugierig, wie die Geschichte aufgenommen wird. Weil mich dazu immer ähnliche Fragen erreichen, hier mal eine Zusammenfassung der Antworten.

Im Schatten der Arena

Wo sollen wir den Krimi kaufen, damit du am meisten davon hast?
Wer das Buch signiert oder mit einer Widmung möchte, kann es gerne per Mail direkt bei mir bestellen. Generell freue ich mich, wenn ihr es der Buchhandlung eures Vertrauens besorgt, um den lokalen Handel zu unterstützen. Wer gerne online bestellen will, kann das zum Beispiel im Shop der Autorenwelt tun, die sehr fair abrechnen – oder auf der Homepage des Verlags.

Bekomme ich für mein/e/n Blog/Podcast/Zeitung ein Rezensionsexemplar?
Meldet euch gerne direkt bei mir, ich leite die Anfragen an den Verlag weiter. Grundsätzlich freuen wir uns natürlich über jede Besprechung und die meisten Anfragen sind machbar.

Im Schatten der Arena

Wird es Lesungen geben?
Aber klar! Die Premiere ist am Freitag, 18. Mai, um 17.30 Uhr im Hugendubel Mainz (Filiale Am Brand). Ich freue mich schon sehr darauf und hoffe, es kommen viele Zuhörer. Bringt Familie und Freunde mit! Natürlich könnt ihr im Hugendubel an dem Abend auch Bücher erwerben.
Die zweite Lesung findet am Dienstag, 22. Mai, um 19 Uhr im SPD-Neustadtladen statt. Auch hier gibt es die Möglichkeit, Bücher zu kaufen.
Am Donnerstag, 7. Juni, findet in der Loge von Lotto Rheinland-Pfalz eine Benefizlesung zugunsten der DKMS statt. Der Abend ist Toni Marino gewidmet. Weitere Infos folgen.

Wie kann ich dich unterstützen?
Ich freue mich über jeden, der einfach Lust hat, mein Buch zu lesen. Wer zusätzlich eine kleine Rezension – zum Beispiel bei Amazon oder LovelyBooks – hinterlässt oder anderswo trommelt, macht mir natürlich eine besondere Freude. Sehr schön finde ich auch, wenn mich per Mail oder über die sozialen Netzwerke Bilder davon erreichen, wo der Krimi überall unterwegs ist.

Zum Abschluss noch ein kleiner Programmtipp: Am Mittwoch, 16. Mai, bin ich von 15 bis 17 Uhr in der Sendung Radio-Illustrierte bei Radio Rheinwelle 92,5 zu Gast. Hört doch mal rein.

Vielen lieben Dank für euer Interesse!

Happy birthday, kleine Schwester!

Manchmal denke ich an früher und dabei fange ich irgendwo in der Mitte an und wandere dann erst immer weiter zurück und schließlich wieder vor, bis zur Mitte und dann bis heute. Heute, das ist am schönsten. Heute sind du und ich erwachsene Frauen und die Liebe, die wir füreinander im Herzen tragen, ist so sicher und fest, kein Lebenssturm wird ihr je etwas anhaben können. Heute haben du und ich unsere Wege gefunden, einander dabei zur Seite gestanden, unter die Arme gegriffen und uns gegenseitig Probleme aus dem Weg geräumt.

Früher, also ganz früher, ging das auch genauso los, mit dieser großen, unerschütterlichen Liebe. Meine ersten Erinnerungen haben mit dir zu tun. Damit, dass ich von dir erzählt bekomme, noch bevor du da bist. Von meinem Besuch bei dir im Krankenhaus. Weiß ich es tatsächlich noch selbst, wie ich mich an deinem Bettchen hochziehe, um dich ganz genau zu betrachten? Oder haben es mir die Erwachsenen erzählt? Dein Babygeruch. Dein Grinsen. Du musst damit auf die Welt gekommen sein und es hat jeden Raum erhellt, in den du gekrabbelt bist, nachdem unsere Eltern dich mit nach Hause gebracht hatten.

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Frühe Kindheit. Du und ich und um uns herum erste Brüche, aber so kompliziert, dass wir uns einfach davon abschirmen. Auf der Straße spielen, erst mit den gelben Dreirädern die älteren Nachbarsmädels verfolgen, dann auf den Fahrrädern zu ihnen aufschließen, schneller, immer schneller, überholend gar, bis du stürzt, über den Lenker fliegst. Du hast mit deinem Gesicht gebremst, sagen die Ärzte damals und die Wunden trägst du lange mit dir herum. Neben diesen äußeren Wunden sammeln wir in jener Zeit innere, weil wir immer mehr von dem verstehen, was die Erwachsenen einander an den Kopf schmeißen, es uns Angst macht davor, wie es weitergeht. Doch da ist immer die Hand der anderen, warm und weich, die eigene umschließend. Geflüsterte Gesten gegen das schwere Herzklopfen. Ich bin da. Dir kann nichts passieren.

Schöne Tage, helle Tage, lachen. Hoffnung. Dunkle Tage, schwere Tage, weinen. Angst. Ich, die ich nicht alleine schlafen mag. Die Wandermatratze, in der Mitte zusammenklappbar, mit der ich abends vor deiner Zimmertür stehe. Ein bisschen verschämt, schließlich bin ich doch die Große. Dürfte ich vielleicht bei dir … Oder, besser noch, würdest du vielleicht bei mir … ? Viele Nächte atmen wir so die Luft desselben Raumes und immer bin ich unendlich dankbar dafür. Wenn die Nacht uns dunkel umschließt, purzeln viele Fragen aus deinem Mund, über unsere Eltern, das Heranwachsen, die Welt, die uns umgibt. Dann bin ich die Große, reiche dir mit Worten meine Hand, so wie du mir zuvor mit deiner Nähe. Und so werden wir älter.

Die Pubertät, eine seltsame Zeit. Für jede von uns anders, nie werden die Unterschiede zwischen uns so deutlich wie damals. Du kostest von der ersten Liebe, ich sitze mit Papis Zigaretten im Kirschbaum und lese Buch um Buch. Beide lernen wir, Fluchtwege zu finden, wenn die Enge zuhause bedrückend wird im Streit der Erwachsenen. Als ich irgendwann müde bin vom vielen Schlichten und Ausbalancieren, flüchte ich für ein Jahr nach Amerika. Wir vermissen einander fürchterlich und die Briefe, die zwischen uns hin und her gehen, kann mein Herz bis heute buchstabieren. Das Wiedersehen ist zart und feierlich, doch die kommenden Jahre werden uns Kraft kosten. Das Ja-Nein-Doch der Eltern, Tränen, Umzüge, Krankenhäuser, Verantwortung und irgendwann auch jede Menge Wut mit dieser Überlastung.

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Wir bleiben einander treu und müssen doch stärker kämpfen. Die Wut schleicht sich auch in die Beziehung zueinander und als junge Erwachsene durchleben wir Phasen der Distanz. Und plötzlich stirbt unser Paps. In der dunklen Welle, die droht, uns unter Wasser zu drücken, schwimmen wir aufeinander zu und helfen uns gegenseitig an Land. Ich strecke meine Hand nach dir aus und du nach mir und seither haben wir einander nie mehr losgelassen. Wir haben die guten Phasen gemeinsam genossen und einander in den schwierigen gestützt. Deine Kinder haben unsere Beziehung nochmals vertieft, und wenn ich dich mit ihnen sehe, läuft mein Herz über vor Liebe. Aber auch unsere ureigene Verbindung ist stärker geworden, das Interesse an der anderen noch wacher, das Verständnis füreinander tiefer.

Wir beide haben miteinander gelernt, was Liebe heißt, ein wenig auch an einem hilflos schlechten Beispiel, ja. Aber die Kraft unserer Herzschläge ist Beweis genug dafür, was auch gut war und die Unverdrossenheit, mit der wir an unser eigenes, gutes Ende glauben das Beste, was wir aus dieser wilden Kindheit mitgenommen haben. Du bist herangewachsen zu einer Frau, die bedingungslos liebt, das Leben mit einer Entschlossenheit wuppt, die mich erstaunt und die es geschafft hat, die besten Eigenschaften jedes Elternteils für sich zu adaptieren. Deine Leidenschaft und Hingabe beeindrucken mich, für deinen Mut und die Entschlossenheit bewundere ich dich – und für alles, was du bist, liebe ich dich. Für immer und jetzt.

Deine große Schwester