Mainz 05: Mit Jan-Moritz Lichte zurück in die Zukunft

Es schadet sicher nichts, sich Spieler und Verantwortliche eines Fußballvereins ab und an als das zu vergegenwärtigen, was sie am Ende des Tages sind: Menschen, die einfach einem Job nachgehen, für den sie sich entschieden haben. Und die dabei, wie wir alle in unserer Arbeit, auch Fehler machen. Vielleicht hilft das, diese Fehler nicht immer mit jener Härte zu bewerten, die im Fußball längst üblich geworden ist. Das bedeutet keinesfalls, dass keine Kritik erlaubt ist. Aber wer Menschlichkeit, Fairness und Werte in diesem Geschäft mit Recht fordert, sollte sie in Handeln und Bewertungen auch selbst zeigen, um glaubhaft zu sein.

Erneuter Neustart: Die Spieler beim Dienstagstraining. (Foto: WP)

Die Spieler des FSV Mainz 05, die am Dienstag um kurz vor halb elf mit dem dritten Chefcoach binnen zwölf Monaten auf den Trainingsplatz kamen, dürften sich dessen bewusst gewesen sein, dass dort mehr Journalist*innen als sonst auf sie warten. So ist das eben, an einem Standort wie Mainz: Das Interesse ist nur dann besonders groß, wenn alles gerade eher nicht so läuft, wie die Verantwortlichen sich das wünschen. Jan-Moritz Lichte, der neue Cheftrainer, wird später in der Pressekonferenz sagen: „Das hat die Mannschaft sich selbst zuzuschreiben, dass sie jetzt als schwierig gilt.“ Die Spieler, denen die Trennung von Sandro Schwarz im November 2019 teilweise extrem zusetzte, wissen, dass sie nach der Lesart des Geschäfts nun den zweiten Übungsleiter auf dem Gewissen haben.

Es ist aber keine allzu steile These, dass die aktuelle Entlassung bei ihnen weniger Spuren hinterlassen wird. Natürlich sollte man sich angesichts einer Einheit wie der am Dienstag davor hüten, allzu viele Interpretationen anzustellen. Trotzdem fällt auf, wie gelöst die Truppe wirkt, wie konzentriert das Trainerteam mit den Spielern arbeitet und welch enorme Ruhe gerade Lichte dabei ausstrahlt. „Ich werde es so machen, wie ich bin“, erklärt der später seine Herangehensweise. Wer sich bislang mit dem gebürtigen Baunataler nicht näher beschäftigt hat, dem mag er in der PK zunächst blass vorgekommen sein. Aber es wäre ein Fehler, die Ruhe des Übungsleiters damit zu verwechseln, dass Lichte nichts zu sagen hat – oder ihn generell zu unterschätzen.

Jan-Moritz Lichte in der Pressekonferenz am Dienstag. (Screenshot)

Das Scheitern der externen Lösung mit Beierlorzer muss indes nicht heißen, dass in Mainz nur interne Lösungen funktionieren. Dennoch ist es für den Moment das Beste, keinen Unbekannten in die sehr verfahrene Situation zu holen. Sportvorstand Rouven Schröder ist dabei aber wichtig, die mediale Andeutung zu entkräften, die Wahl sei nur auf den seit 2017 in Mainz als Co-Trainer tätigen Fußballlehrer gefallen, weil sich die 05er mit Schwarz und Beierlorzer auf der Payroll keine andere Variante leisten können. „Die Überzeugung ist absolut da.“ Eine B-Lösung auf diesem Posten sei schon deshalb nicht denkbar, weil der Cheftrainer der wichtigste Angestellte eines Vereins sei. Lichte übernimmt die Rolle in einem Moment, in dem das Bild des Clubs nach außen so schlecht ist wie ewig nicht. Natürlich ist er davon nicht unberührt, wirkt aber authentisch, wenn er sagt, er wolle sich mit dem Team auf die Inhalte konzentrieren. Und beweist Selbstbewusstsein, wenn er gleich mehrfach erklärt, er könne sich seine neue Rolle als Dauerlösung vorstellen.

Interessant für die Wahl ist durchaus, dass Lichte seinen Fußballlehrer nicht nur als der Jahrgangsbeste, sondern auch in einer Klasse mit dem Vereinsvorsitzenden Stefan Hofmann gemacht hat. Neben Schröder, der Lichtes Arbeit durch die Nähe zum sportlichen Alltag ohnehin gut einschätzen kann, dürfte auch der 05-Boss seine Meinung dazu eingebracht haben. Eine Entscheidung aus gemeinsamer Überzeugung ist ein guter Anfang, um die zurückliegenden Tage hoffentlich bald vergessen zu machen. Dazu aber bedarf es einer Aufarbeitung, die mit dem Trainerwechsel erst ihren Anfang genommen hat.

Raus aus der Krise geht es nicht mit einem großen, sondern in vielen kleinen Schritten. Einer davon ist bereits etwas scheinbar Unbedeutendes, wie die Pressekonferenz nicht nach der Bekanntgabe der Trennung von Achim Beierlorzer am Montag abzuhalten, sondern sich Zeit zu nehmen bis tags darauf. Derart unsortiert wie bei der PK am vergangenen Donnerstag wollte der Club sich kein zweites Mal präsentieren. Auch die Ankündigung, Stefan Hofmann werde als Vereinsvorsitzender in der kommenden Zeit Gespräche mit den Spielern führen, zeigt einen solchen Lernprozess auf. Rouven Schröder verfolgt da ein wenig der Fluch der guten Tat. Weil er im Verein beginnend mit der Posse um Johannes Kaluza von Anfang an mehr Verantwortung übernommen hat, als die sportliche, schien es offenbar allen nur zu natürlich, das beizubehalten.

Das hat die Mannschaft sich selbst zuzuschreiben, dass sie jetzt als schwierig gilt.

Jan-Moritz Lichte

Ihm in der aktuellen Situation die Kommunikation mit der Mannschaft in Sachen Gehaltsverzicht zu überlassen, erweist sich dabei rückblickend als Fehler. Gerade, da er im sportlichen Alltag seit dem Ende der letzten Saison sehr eng ans Team gerückt ist, war das keine gute Lösung: Es geht dabei um mehr als Vertragsangelegenheiten, es geht um eine Ausnahmesituation des gesamten Vereins durch Corona, die es verlangt, dass der Vorsitzende mit den Spielern klärende Gespräche abseits des rein Monetären führt. Zur internen Aufarbeitung gehört, gemeinsam Trennschärfe in die jeweiligen Aufgabenbereiche zu bringen. Eine neue Struktur mit zusätzlichen Gremien hilft niemandem, wenn letztlich alle alles machen. (Weshalb auch infrage gestellt werden muss, wieso der Aufsichtsratsvorsitzende Detlev Höhne nun bei Gesprächen mit den Spielern dabei sein soll, der mit dem operativen Geschäft nun mal qua seines Amtes rein gar nichts zu tun hat.)

Interview mit Lichte und Falkenmayer zu ihrer Arbeit als Co-Trainer im April 2019.

Die aktuelle Krise hat sich bereits seit einiger Zeit auf mehreren Ebenen angedeutet. Immer wieder geht es dabei um Kommunikation. Weder Fans, von denen einige das zuletzt in einem offenen Brief äußerten, noch offenbar Spieler fühlten sich von dem, was die Verantwortlichen taten, stets auf Augenhöhe mitgenommen. Diese müssen sich deshalb nun kritisch mit ihren eigenen Fehlern auseinandersetzen und das dürfte auch angekommen sein. Die Spieler haben ein Recht darauf, sich als mündige Mitarbeiter zu präsentieren. Der Coach und sein Staff haben ein Recht darauf, mit Respekt behandelt zu werden. Die Verantwortlichen haben ein Recht darauf, Entscheidungen zu präsentieren. Die Fans haben ein Recht darauf, gewisse Haltungen und Werte einzufordern. All das ist am besten gemeinsam und mit sehr viel Dialog zu erreichen, aber auch unter Einhaltung der angesprochenen Trennschärfe.

Den Verantwortlichen im Verein steht dabei sehr viel Arbeit bevor. In die aktuelle Krise haben sie sich selbst hineinmanövriert, auch, weil es an der einen oder anderen Stelle Beratungsresistenzen gab. Doch die Situation ist längst nicht aussichtslos. So, wie man in weiten Teilen selbstverschuldet hineingeraten ist, gibt es nun auch die Möglichkeit, aus eigener Kraft wieder herauszukommen. Bei der Aufarbeitung jeder Stein umzudrehen, bedeutet aber nicht, dass ein personelles Tabula rasa hilft. Rouven Schröder hat sicher Fehler gemacht, er ist aber in der Lage, (sich) die einzugestehen und wird deshalb daraus lernen. Das ist ein Recht, auf das jede*r von uns im eigenen Job besteht.

Muss nun beweisen, dass er aus den Fehlern der Vergangenheit lernt: Rouven Schröder.

Ihm dieses abzusprechen, wäre auch deshalb falsch, weil er den Verein tatsächlich lebt – und gestalten will. Die ständigen Vergleiche seiner Arbeit mit der von Christian Heidel sind weder zielführend noch fair. Der Don konnte, so ehrlich muss man bei aller Wertschätzung sein, schalten und walten, sich Fehler anders erlauben, weil er keine Entlassung durch einen Aufsichtsrat fürchten musste – und hat vor seiner Entdeckung der Ausnahmetrainer Klopp und Tuchel nun wirklich auch einige Übungsleiter eingestellt und vor die Tür gesetzt. Die Werte des Vereins, die in der Zeit unter Heidel entstanden sind und manifestiert wurden, sind wichtig und müssen wieder mehr Beachtung finden. Aber der rückwärtsgewandte Personenkult muss mal ein Ende haben, wenn die Anhänger*innen nicht emotional ewig in der Vergangenheit festhängen wollen. Dafür ist in Rheinland-Pfalz doch eigentlich ein drittklassiger Verein zuständig.

Ich werde nicht aufgeben, ich werde mich weiter einsetzen für diesen Verein, für die Mannschaft, für die Mitarbeiter. Das kann ich mit 100%iger Überzeugung sagen. Ich bin ein Kämpfer, das war ich schon immer und den Fokus werde ich nicht verlieren.

Sportvorstand Rouven Schröder

Als Jan-Moritz Lichte in der PK gefragt wird, ob sein Vorbild eher Thomas Tuchel oder Jürgen Klopp sei, erklärt er, „Kloppo“ als Vorbild zu nennen, das sei vermessen, weil „Vorbild“ immer bedeute, man glaubt, dasselbe erreichen zu können. Fast andächtig verweist der neue Trainer darauf, was Klopp der Stadt und dem Verein alles gegeben hat. Es ist schön, dass er sich dessen bewusst ist und in diesem Geiste wirken möchte. Es ist aber wichtig, dass die Anhänger*innen auch bereit sind, anzunehmen, dass andere, neue Verantwortliche dem Club ebenfalls etwas geben wollen – und dass sie eine zukunftsfähige Lust darauf entwickeln.

Ich glaube nicht daran, dass Mainz 05 dauerhaft ein Verein geworden ist wie jeder andere. Es mag im Moment den Anschein machen und das Risiko ist groß, in diesem Zustand zu verharren. Aber in der Situation liegt auch eine Chance, das zu tun, was in Mainz immer besonders gut funktioniert hat: zusammenzurücken. Es allen zu zeigen. Aus einer scheinbar unmöglichen Situation gestärkt hervorzugehen. Niemand hat Mainz 05 aktuell in dieser Saison für etwas Anderes auf dem Zettel, denn als Schlagzeilenlieferant. Wenn gerade jetzt intern und mit dem Umfeld der Schulterschluss gelingt, kann der Verein aber mal wieder alle überraschen. Der Weg dahin ist lang und steinig, aber nicht unmöglich.

Die Woche am Bruchweg (26/20): Schröder als Gesicht

Es ist schon ein Weilchen her, dass Rouven Schröder so gelöst wirkte in der 05-Medienrunde wie am Montag nach dem Klassenerhalt. Kein Wunder, denn auch, wenn der Sportvorstand der 05er betonte, er habe nie gezweifelt, dürfte ihm gleich eine ganze Gebirgskette vom Herzen gefallen sein nach dem Sieg gegen Werder Bremen am Samstag. Deutlich wurde dies bereits bei seiner emotionalen Ansprache an das Team nach Abpfiff.

Da geht’s lang. Schröder, der Macher, nach der letzten Vertragsverlängerung. (Foto: Mainz 05)

Die letzten Wochen sind überhaupt symbolisch dafür, wie sehr der Sauerländer erneut in einem komplizierten Moment zum Gesicht des Vereins geworden ist. Denn natürlich gehört der Kampf um die Klasse in Mainz zum Kerngeschäft, diese Saison war er aber von besonderer Unruhe im und um den Verein begleitet. Doch wie schon in jener Phase, als es nach der Wahl von Johannes Kaluza zum Vereinsvorsitzenden nicht rund lief bei Mainz 05 und der gerade erst gelandete Schröder zu seinen Kernaufgaben die Repräsentation des Vereins übernahm (was diesem sehr gut tat), ging er auch um die letzten Spieltage besonders in die Verantwortung.

Schröder ist dabei keiner, der andere aus einem etwaigen Rampenlicht verdrängt oder redet, um gerade seine Stimme in die Welt auszusenden. Vielmehr bringt er, abseits von kleinen Momenten der Dünnhäutigkeit, die in dieser Situation durchaus verständlich sind, die notwendige Ruhe und Seriosität mit, um solche Phasen gut zu moderieren. Diese Konstante ist wertvoll für den Verein.

Klickt euch durch die Bilder vom Sieg über Bremen, der uns den Klassenerhalt in der Bundesliga gesichert hat! 👌

Gepostet von 1. FSV Mainz 05 am Sonntag, 21. Juni 2020

Ein Saisonfazit wollte der Sportvorstand freilich nicht ziehen, immerhin steht am Samstag noch eine letzte Partie gegen Bayer Leverkusen an, die nicht einfach zum Auslaufen genutzt werden soll. Er erinnerte diesbezüglich ans Saisonfinale gegen Werder Bremen vor zwei Jahren, vor dem einige den Klassenerhalt schon so ausgiebig gefeiert hatten, dass dieses Spiel unnötig verloren ging. Tatsächlich könnte Mainz 05 je nach Ergebnissen auch auf den anderen Plätzen am 34. Spieltag sogar noch Elfter werden – und bekanntlich bedeutet jeder gutgemachte Platz in der Tabelle Mehreinnahmen aus den TV-Geldern.

Schröder, der am Sonntag mit Lebensgefährtin zu den Kindern im Norden geflogen war, wo er mal nicht übers Transfergeschehen reden musste, wie er lachend erzählte, mochte zu diesem Thema auch am Montag noch nicht allzu viel sagen. Nur so viel, eine Bruma-Rückkehr nach Wolfsburg sei sehr wahrscheinlich, Stefan Bell und Daniel Brosinski hätten im Saisonendspurt noch mal stark angeschoben, Brosinski auf dem Platz, Bell von hinten, auch Gespräche mit Taiwo Awoniyi stehen natürlich an.

Wie die Transferphase unter Corona aussehen werde, sei derzeit noch schwierig einzuschätzen, aber als Mainz 05 stehe natürlich eine Analyse der Kaderzusammensetzung an. Zu der gehöre auch die Frage, ob im aktuellen Mix vielleicht ein, zwei Perspektivspieler zu viel sind, ließ der Macher sich ins Blatt schauen, betonte aber erneut die Identifikation seiner Truppe mit dem Verein. Und erinnerte in der Diskussion um die vermeintlich ständige Neu-Zusammensetzung des Teams daran, dass vor der aktuellen Saison mit Jean-Philippe Gbamin nur ein Stammspieler den Verein verlassen hatte.

Wie wird das Gesicht der Mannschaft aussehen? (Foto: WP)

Klar sei, eine Mainzer Mannschaft müsse all das, was in den letzten Spielen zu sehen war, in der Summe noch mehr ausstrahlen und immer alles abrufen. Klar ist demnach auch, die Analyse wird zwar noch nicht öffentlich geführt, hat aber intern natürlich längst begonnen und der Sportchef ist bereits dabei, Lehren aus der durchwachsenen Saison zu ziehen.

Dass die mit dem Klassenerhalt erfolgreich beendet werden konnte, wurde aufgrund der besonderen Situation nur im kleinen Rahmen gefeiert, wobei in Sachen Gefühlslage wohl Erleichterung der größte gemeinsame Nenner war; aber nicht nur. Daneben herrschte auch berechtigter Stolz auf die Leistung, nun zum zwölften Mal erstklassig zu spielen. Und das, so betonte Schröder, nächste Saison hoffentlich wieder vor Zuschauern.

Die Woche am Bruchweg (23/20): Fleißige Dauerläufer

Jeder Sieg ist – genau wie jede Niederlage – eine Mannschaftsleistung. Und wer das Spiel der Mainzer gegen Eintracht Frankfurt gesehen hat, konnte sich davon überzeugen, denn da stand endlich mal wieder ein Team auf dem Platz. Dessen Breitwilligkeit, den Kampf anzunehmen, drückte sich schon allein in der Körperhaltung, daneben aber vor allem in der stark verbesserten Laufleistung aus. Der Trend war gegen Hoffenheim schon zu erkennen gewesen, als die 05er 113,55 Kilometer marschierten – zuvor waren es gegen Union Berlin lediglich 109,86 und gegen Leipzig gar nur 107,29 Kilometer. Danny Latza marschierte als Kapitän voran und riss nebenbei die meisten Kilometer (11,87), Mwene arbeitet auf der Außenbahn fleißig (#2 mit 11,16 Kilometern) und Moussa Niakhaté verzauberte mit einem Nikolče-Noveski-Gedächtnistor.

Mittendrin: Daniel Brosinski (#3 mit 10,65 Kilometern), zum ersten Mal seit dem 23. Spieltag von Anfang an dabei (und zum ersten Mal seit dem 22. über 90 Minuten). Für mich an diesem Tag der absolute Unterschiedsspieler im Team, der mit Fleiß und Leidenschaft nicht nur seine Abwehr dirigierte, sondern alle anderen wie an unsichtbaren Fäden mitzog. Als Sonntagslektüre krame ich deshalb meine Brosinski-Würdigung aus der Neuauflage der „111 Gründe, Mainz 05 zu lieben“ hervor. Viel Vergnügen.

#117 Weil Daniel Brosinski hier die Stimmung macht

Es gibt diese Spieler, die bei Fans lange Zeit unter dem Radar fliegen. Bis irgendwann auch die Letzten kapiert haben, wie wichtig sie für den Verein sind, winkt den entsprechenden Kickern schon fast die Rente und die Verliebtheit trägt so bereits eine Ahnung von Abschiedsschmerz in sich. So ein Spieler ist Daniel Brosinski. Im Sommer 2014 von Fürth an den Rhein gewechselt, gehört er in der aktuellen Generation der 05er mit seinen Anfang 30 schon zum alten Eisen.

Zwischendurch schien es gar, als könne der gebürtige Karlsruher seine beste Zeit in Mainz bereits hinter sich haben, bis er sich als derart variabler Spieler entpuppte, dass er plötzlich außer in Tor und Sturm auf quasi jeder Position der logische erste Ersatz- oder Wechselkandidat wurde. Noch entscheidender als seine spielerische Flexibilität ist aber die mentale Bereitschaft, immer genau das zu tun, was der Mannschaft am meisten nutzt – ganz unabhängig von eigenen Vorlieben oder Interessen.

Daniel Brosinski nach dem Spiel gegen die Eintracht. (Foto: TV/WP)

Diese Bereitschaft hat Brosinski nicht zwangsläufig und unter Druck entwickelt, sondern, so scheint es, aus voller Überzeugung. Die zweimalige Vertragsverlängerung binnen kürzester Zeit bis aktuell 2020 war insofern nicht nur konsequent, sondern ein wichtiges Signal: Brosi steht für Mainz 05 und der Verein steht zu Brosi – und wäre blöd, ihn eben nicht zu binden.

Seine Rolle auf dem Platz füllt Daniel Brosinski längst nicht nur spielerisch aus, sondern mit seiner ganzen Persönlichkeit und Reife. Der Ärger über vergeigte Spieltage, diese absolute Bereitschaft, den Bock umzustoßen, der Wunsch, über sämtliche Grenzen zu gehen, um den so wichtigen Sieg einzufahren, die Leidenschaft für sein Team und unser aller Herzensverein, all das strömt Daniel Brosinski aus jeder Pore, wenn er auf dem Platz steht.

Und weil weder einer alleine noch die Elf auf dem Platz ohne entsprechenden Rückenwind die Gegner mit purer Willenskraft aus dem Stadion fegen kann, wird Brosinski nicht müde, bei engen Partien die Fans zu animieren. Beispielhaft beobachten ließ sich das einst im Abstiegskampf der Saison 2016/2017 beim Heimspiel im April 2017 gegen die Berliner Hertha.

Zugegeben, auf der Hintertortribüne war der eine oder die andere erst fast erschrocken, als die Nummer 18 unterwegs zum Eckstoß plötzlich mit wild entschlossenem Gesichtsausdruck die Arme in die Luft riss und in Richtung Fans brüllte. Aber besser vom Hocker gefallen, als einfach nur sitzen geblieben – und bei seinem zweiten Antritt dieser Art sprangen die ersten Fans schon klatschend von den Sitzen, als Brosi sich nur in ihre Richtung wendete.

Denke, man hat gesehen, dass wir unbedingt den Dreier heute wollten und wir haben uns in alles reingeworfen. (…) Genau so geht’s im Abstiegskampf. Gras fressen. Laufen bis zum Ende. In jeden Zweikampf reinwerfen, wenn es sein muss auch lange Bälle spielen. Wenn das das Rezept zum Klassenerhalt ist, dann spielen wir das jetzt die letzten Spiele weiter.

Daniel Brosinski

Besonders schön ließ sich der emotionale Funke, den er ins Publikum springen ließ, bei den Jüngsten im Stadion beobachten. Im Block F erleben regelmäßig Mitglieder des KidsClubs die Spiele, an jenem Wochenende waren 50 von ihnen da, um das Team zum Sieg zu schreien. Wann immer Brosinski sich dem Block näherte, hüpften die Dötze von ihren Sitzschalen, johlten und jubelten ihm zu. Und als ein Vater, der später zum Spiel eintraf, seinen Sohn fragte, wer denn der Spieler sei und wieso das Kind ihm winke, antwortete dieser strahlend: „Das ist der Daniel Brosinski. Der macht hier die Stimmung.“ Und nicht nur das.

Natürlich liest sich die Würdigung aktuell mit einem fiesen Stechen in der Herzgegend, eben weil der beschriebene Kontakt mit den Fans nicht möglich ist. Dennoch war es ein ganz wichtiger Sieg und die Erleichterung darüber ist zwar nicht mit den Gefühlen zu vergleichen, auf deren Wogen Fans gestern in einer anderen Situation aus dem Stadion nach Hause geglitten wären. Aber sie ist da. Abzusteigen wäre in der aktuellen Situation doppelt fatal und der Sieg gegen Frankfurt könnte, zusammen mit den Ergebnissen vom Sonntag, den direkten Abstieg vereitelt haben.

Ein Sonderlob nach dieser Partie gilt außerdem Kunde Malong. Nicht nur für das wunderbare Tor zum 2:0 sondern auch, weil er danach ein wichtiges Zeichen setze in diesen aufgewühlten Zeiten. Rassismus ist keine Meinung, wer sich gegen Rassismus einsetzt, macht keine Politik, sondern ist einfach nur ein Mensch mit Herz und Verstand.

Die Woche am Bruchweg (22/20): Viele Fragezeichen

Ich habe in den letzten Wochen in meinen Kolumnen für die Allgemeine Zeitung ebenso wie in den Texten hier im Blog deutlich gemacht, dass ich die Entscheidung für Geisterspiele in den Profiligen durchaus kritisch sehe. Die ersten Spieltage haben daran nichts geändert, im Gegenteil. Ich kann die Begründungen für diese Fortsetzung zwar nachvollziehen, allerdings liegt der Argumentation ein System zugrunde, das bereits lange vor Corona an vielen Stellen krankte. Ich habe auch nach wie vor Zweifel daran, wie gut das hochgelobte Hygienekonzept im Einzelnen umgesetzt wird, weshalb mich sichtbare Verstöße dagegen extrem ärgern. All das schwingt in meiner Betrachtung der Spiele seit dem Re-Start ebenso mit wie in meinem Blick auf Mainz 05 in diesen Tagen und unterm Strich ergibt das eine Verstimmung.

Rouven Schröder in der PK vor der Partie bei Union Berlin. (Foto: Screenshot)

Es ist natürlich richtig, wenn die 05-Verantwortlichen in ihren öffentlichen Äußerungen in dieser Woche neben der Klatsche gegen Leipzig auch immer wieder auf die Aufholjagd in Köln hinweisen. Und verständlich, dass sie mit einer gewissen Abwehr reagieren, wenn sie das Gefühl kriegen, nach nur einem verlorenen Spiel werde alles direkt wieder in düsteren Farben gemalt. An dieses Team zu glauben, ist ihre Aufgabe, und selbst, falls sie es gerade mal nicht tun, müssen sie diesen Glauben wenigstens nach außen vermitteln.

Die Auseinandersetzung mit all diesen Themen, die in einer Pressekonferenz nicht sichtbar sind, aber doch im Hintergrund mitschwingen, ist definitiv gegeben. Doch auch sie ändert nichts an einem gewissen Unwohlsein mit bestimmten Aussagen oder der Art und Weise, wie sie getroffen werden; zumindest nicht im Moment, zumindest nicht bei mir.

„Die Hoffnung ist riesengroß, weil’s eine riesen Chance ist für uns aufzuschließen.“ Dass wir mit Union Berlin auf Augenhöhe sind, ich glaube, da brauchen wir nicht drüber reden.“

Achim Beierlorzer, 05-Chefcoach

Dazu gehört, wie sehr sich derlei Aussagen über den Verlauf dieser Saison wiederholen. Wie gebetsmühlenartig vieles inzwischen klingt. Wie ratlos das macht. Denn müsste man nicht etwas ändern, um etwas zu ändern? Klar, gegen Köln war das ein phasenweise richtig gutes Spiel, also ist der Ansatz nachvollziehbar, beide Spiele gemeinsam betrachten zu wollen. Aber wiederholt sich nicht gerade dieses Auf und Ab? Und war es nicht mal eine Mainzer Stärke, sich nicht derart hoch zu verlieren, so einzubrechen? Insofern landet di*er Betrachter*in zwangsläufig immer wieder bei dem Team, das da in dieser Saison auf dem Platz steht.

Achim Beierlorzer in der Medienrunde nach der Niederlage gegen Leipzig. (Foto: Screenshot)

Natürlich kann ich nachvollziehen, dass Achim Beierlorzer nicht vor Begeisterung im Dreieck springt über die Frage, ob er mit Moussa Niakhaté und Aarón Martín darüber geredet habe, weshalb sie – anders als im Hygienekonzept festgelegt – während des Spiels eine Trinkflasche untereinander weitergereicht haben. „Es ist heute nicht angesprochen worden. Wir hatten definitiv wichtigere Inhalte zu besprechen.“ Ich ärgere mich über diese Antwort, egal, wie menschlich ich sie finde. Weil ich mich frage, ob beides am Ende zusammenhängt, die eine Lässigkeit mit der anderen, die Unachtsamkeit bei der Trinkflasche damit, sich so abschießen zu lassen. Weil ich mir in beiden Situationen mehr Ernsthaftigkeit wünsche.

„Der Respekt ist immer da.“

05-Sportvorstand Rouven Schröder über den Gegner Union Berlin

Noch unwohler wird mir, wenn Beierlorzer erklärt, die Spieler würden aus den Flaschen ja nicht wirklich mit dem Mund trinken, sondern das Wasser „sprutzen“. Wer so im Fokus der Öffentlichkeit steht und auch als Vorbild taugen soll, muss sich da besser verhalten. Geht es doch mal in die Hose, wünsche ich mir eine klare Ansage, intern ebenso wie öffentlich. Klar kann man kritisieren, sowas müsse doch nicht zu hoch gehängt werden. Andersherum geht es aber auch: Warum haben die Spieler solche Sachen nicht einfach mal im Griff? In der Corona-Krise müssen wir alle uns ständig anpassen und neue Dinge lernen. Auch nur den Anschein zu erwecken, das sei alles halb so wild, empfinde ich als gänzlich falschen Ansatz. (Damit zu „argumentieren“, dass auch gejubelt werde, obwohl das nicht gewollt ist, ist erst recht fatal: Weil andere Fehler machen, verlieren die eigenen Nachlässigkeiten nicht an Gewicht.)

Letztlich landen wir so immer wieder beim Thema der Einstellung. Dazu passt, was Michael Ebert diese Woche im kicker schrieb, nämlich, dass Niakhaté seiner Meinung nach die Lage bei Mainz 05 unterschätzt. Der Abwehrchef hatte sich in der Medienrunde am Montag von der verschärften Tabellensituation nicht beunruhigt gezeigt. Auch da ist natürlich die Frage der Lesart berechtigt. Könnte man es Franzosen nicht positiv auslegen, ruhig zu bleiben? Aber ehrlicherweise bin ich da inhaltlich beim Kollegen und noch dazu irritiert mich, mit welcher Körperhaltung Niakhaté bei der Runde in seinem Stuhl hing: Als ginge ihn all das nichts an.

Moussa Niakhaté beantwortet die Fragen der Journalist*innen. (Foto: Screenshot)

Ist das zu hohes Anspruchsdenken, zu erwarten, dass ein Spieler da einen gewissen Ernst, vielleicht sogar ein gewisses Feuer ausstrahlt in Haltung und Aussagen? Sind all das Details, in die unnötige Bedeutung gelegt wird? Klar, nach einem 3:3 gegen Leipzig würden solche Nebenschauplätze vielleicht eher untergehen, aber macht sie das auch unbedeutend? Ich höre die Verantwortlichen zwar sagen, wie sehr alle den Verein leben, aber bezogen auf viele der Spieler fällt es mir ehrlich gesagt schwer, das zu glauben. Wenn Beierlorzer sagt, auch die wollten nächste Saison in der 1. Liga spielen, denke ich, die wechseln dann eben den Club. Wenn jemand wie Florian Müller nach der Klatsche gegen Leipzig ernsthaft sauer und emotional vor die Kamera tritt, nehme ich das schon als totale Ausnahme war – und sehr positiv. Klar, ist halt alles nur ein Geschäft, ein Produkt, das hören wir dieser Tage ja oft. Und letztlich kann man das als eine neue Art der Ehrlichkeit loben, auch das passiert ja.

Ich frage mich dennoch, wie auf diese Art gerade in der aktuellen Situation die Verbindung zu den Fans aufrechterhalten werden soll. Mit drölfzig Merchandising-Mailings pro Woche allein dürfte das jedenfalls eher schwierig werden. Gewisse Entfremdungstendenzen hat es auch in Mainz ja schon lange vor Corona gegeben und irgendwie sehe ich momentan so gar nicht, wie die gerade in Zeiten von Geisterspielen, in denen statt Fans Werbepartner auf der Gegengerade zu sehen sind, eingedämmt werden sollen. Ja, schon klar, es geht ums Überleben. Das habe ich verstanden. Aber für wen möchte der Verein diese Phase genau überleben, wenn am Ende die Fans fehlen? Uns allen stehen harte Wochen bevor. Auf und neben dem Platz.

Die Woche am Bruchweg (21/20): I think I nailed it

„Die Fans haben ein Stück weit gefehlt“, sagt Ridle Baku nach dem ersten Geisterspiel der 05er in Köln. „Wir merken auch, was diesen Job so besonders macht, das sind auf jeden Fall die Fans“, sagt Ex-05er Neven Subotic, mittlerweile in Diensten von Union Berlin, nach der eigenen Geisterspiel-Premiere einen Tag später. Die Spieler sind an diesem ungewöhnlichen 26. Spieltag unterschiedlich mit den leeren Stadien umgegangen, auch in der Bewertung. In Dortmund wurde nach dem Sieg die leere Südtribüne gegrüßt. Irgendwie eine schöne Geste, um den Fans zu zeigen, sie werden in den Stadien so sehr vermisst, wie ihnen selbst die Kurvenluft fehlt. Gegen Bakus „megageiles Gefühl“, wieder im Stadion zu sein, wirkt die Aussage in Richtung Anhänger*innen schon etwas dürr.

So ist halt das Geschäft, entscheidend ist auf dem Platz. Den Spielern kann man das letztlich in der aktuellen Situation am wenigsten verübeln, sie haben mit Unterbrechungen, halben Trainings, Maßnahmenkatalogen und Isolation, oft fern der Familie, keine einfachen Wochen hinter sich. In denen sie noch dazu oft als Buhmänner herhalten mussten, weil das Interesse der Politik an einer Fortsetzung des Spielbetriebes schon sehr übermäßig schien. Nun kicken sie also wieder und die Freude darüber ist schon verständlich.

Mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs verändern sich auch die Medienrunden, es wird nun deutlich mehr über das Spiel als über das Drumherum gesprochen. Achim Beierlorzer zeigt sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, deren Zusammensetzung er selbst als gar nicht so unerwartbar bezeichnet. Aufgestellt wird, völlig überraschend, auch in Zeiten von Corona noch nach Trainingsleistung. Wobei der Coach zu dem Thema doch etwas eher Grundsätzliches zu sagen hatte, Stichwort: Vertrauen. Er gehe nicht mit, wenn Spieler sagen, sie müssten das Vertrauen des Trainers dadurch spüren, in der Startelf zu stehen. Denn da bringt er nun mal nur elf Mann unter – Vertrauen schenke er viel mehr Spielern, so Beierlorzer.

Trainer vor Taktiktafel. (Foto: Screenshot)

Die Konkurrenz im momentan bis auf Robin Zentner vollständig einsatzbereiten Kader sieht er ausschließlich positiv, nicht nur, weil nun im verkürzten Saisonendspurt auch englische Wochen anstehen. Die Siegermentalität, die für einen Startelfeinsatz notwendig ist, wolle er schließlich auch im Punktspiel auf dem Platz sehen.

So ein Stadion ist ja ohne
die Fans nur eine Hülle.”

Achim Beierlorzer, 05-Chefcoach

Aktuell hat er, wie seine Kollegen, mit dem auf fünf Spieler erhöhten Wechselkontingent noch ein paar Extramöglichkeiten, um ins Spiel, aber auch die Kaderdynamik einzugreifen. So spricht der Trainer bei der Einwechslung von Jonathan Burkardt von einer Belohnung für dessen sehr gute Trainingsleistung – die bei nur drei Wechseln entsprechend schwieriger möglich gewesen wäre. Sollten die Mehrwechsel dazu führen, dass gerade die jungen Eigengewächse nun ein bisschen Einsatzzeit sammeln können, wäre das definitiv ein positiver Aspekt dieser vorübergehenden Neuerung.

Ein großes Lob gibt’s in Richtung Taiwo Awoniyi, zu dessen Personalie Beierlorzer noch mal betont, man habe den jungen Spieler im Winter keinesfalls loswerden wollen. Da er aber im Sturm starke Konkurrenz vor sich hat, habe man ihm die Möglichkeit gegeben, zu einem Verein zu wechseln, bei dem er mehr Spielpraxis sammeln kann. Die Leihgabe wollte aber nicht schon wieder weiterziehen, sondern sich durchbeißen.

Im internen Testspiel, dessen Aufstellung und Ergebnis sich Beierlorzer nicht entlocken lassen will (eine Mannschaft hat in weißen, eine in grünen Trikots 45 Minuten gespielt, es gab Tore und auch einen Sieger), habe Awoniyi eine „sensationelle Leistung“ gebracht und sich nun gegen Köln mit einem Tor belohnt. Es hätten sogar zwei sein können, wäre der Nigerianer nicht einmal unter dem Ball weggerutscht, aber mit dem ersten Treffer im Rücken wird das für den jungen Spieler sicher leichter zu verschmerzen sein, als wenn er wieder leer ausgegangen wäre. Oder um es in seinen eigenen Worten zu sagen: „I feel very happy and I feel very glad.“ Auch Awoniyi sprach das Fehlen der Fans an, das er als „unfortunate“ bewertet, aber betont, es gehe dabei nun mal um Sicherheit.

Glücklicher Torschütze Malong. (Foto: Screenshot)

Torschütze Kunde Malong, der sich am Sonntag zum Ausgleichstreffer aueresk übers halbe Feld durchgetankt hatte, erklärt in einer kleinen Medienrunde strahlend, in dem Moment habe er über gar nichts gedacht. Im Team sei die Mentalitätsleistung wichtig gewesen, betont der Kameruner, der sich keine Sorgen darüber macht, nun wieder zuhause zu wohnen: „I don’t think it’s a problem.“ Die Spieler seien sich der Situation alle sehr bewusst (conscious).

Auf die Frage, wie wohl das Heimspiel ohne Fans ablaufen wird am nächsten Wochenende erklärt Kunde: „Now we do it for us“ und fügt hinzu: „We face the challenges like, you know, men.“ Schade eigentlich, dass solche Sprachbilder nicht in der coronabedingten Zwangspause zurückgeblieben sind. Abgesehen davon war das freilich ein sehr sympathischer Auftritt des Torschützen, sichtlich beflügelt von seiner Leistung am Vortag. Das bringt er denn abschließend auch selbst grinsend auf den Punkt: „I think I nailed it.“