Mainz 05: The Worst Fucking Christmas

Sechs Punkte nach 13 Spielen. Die Ratlosigkeit der Verantwortlichen nach der Niederlage des FSV Mainz 05 gegen Werder Bremen ist greifbar. Wieder ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten verloren. Nach Bielefeld und Köln nun auch gegen Werder unterlegen. Was nutzt es da noch, vom Gegner für die wackere Verteidigungsleistung gelobt zu werden? Gar nichts. Die viel zu harmlose Offensive der Mainzer kann erneut nicht stechen und die zumeist fleißige Defensive hat mit einem unaufmerksamen Moment das Gegentor zugelassen. Unfassbar.

Die dunklen Wolken über dem FSV Mainz 05 sind nicht neu.

Niemand, der den Verein begleitet, ob als Anhänger*innen oder Journalist*in, kann unberührt bleiben von dem, was sich aktuell bei Mainz abspielt. Es steckt eine gewisse Tragik darin, dass die engagierten, guten Leistungen gegen stärkere Teams wie Gladbach und Leverkusen ohne Punkte geblieben sind. Natürlich fehlen auch Zähler aus den ersten Spielen noch unter Achim Beierlorzer. Ich bin der Meinung, dass Lichte einen guten Plan für das Spiel seiner Mannschaft hat. Er hat sie aber in der vielleicht undankbarsten Situation überhaupt übernommen.

Entscheidender aber: Was aktuell passiert, ist kein Problem dieses Trainers oder dieser Saison. Es ist der Tiefpunkt einer andauernden Entwicklung, in der viele Dinge – teilweise auch unglücklich – zusammengekommen ist. Das rheinhessische Bollwerk war lange eines durch die Ruhe im und um den Verein und die Kontinuität auf den entscheidenden Posten. Um die Ruhe war es noch vor der Kontinuität geschehen. Natürlich war absehbar, dass der Abgang von einer prägenden Figur wie Christian Heidel Auswirkungen haben würde. Entscheidender als dessen Wechsel ist aber, was im Nachgang passiert ist und wovon der Verein sich seither nicht erholt.

Die Unruhe rund um die Causa Harald Strutz und den Kurzzeitvorsitzenden Johannes Kaluza mögen weit weg scheinen, spielen aber eine Rolle für das, was gerade passiert. Die von Beginn an schlechte Lobby der perfekten Identifikationsfigur Sandro Schwarz konnte in dieser Phase nicht aufgefangen werden, Fans, die schon den Umzug ins (notwendige) neue Stadion mit Verlusten in der emotionalen Anbindung mitgemacht hatten, gingen von Bord.

An der schlechten Lobby gescheitert: Sandro Schwarz.

Klar schaut man auf die aktuelle Situation und kann nur feststellen, dass der Wurm drin ist. So tief, dass die Frage immer schwieriger zu beantworten wird, wie diese Saison noch zu einem irgendwie positiven Ende geführt werden kann. Und natürlich muss sprichwörtlich jeder Stein umgedreht werden. Aber es wäre eben zu einfach, dabei nur auf die ganz unmittelbare Gegenwart zu schauen. Das Problem ist viel grundsätzlicher und es gibt keine einfachen Antworten auf die drängenden Fragen, für die der Verein endlich Lösungen finden muss.

Kurzfristig steht nun auch Jan-Moritz Lichte wieder besonders im Fokus. Die Frage, ob es Sinn ergibt, auf dem Posten in der kurzen Winterpause nochmals eine Veränderung vorzunehmen, kommt von allen Seiten, ist aber leider ebenfalls nicht so einfach zu klären. Schalke 04 konnte beispielsweise auch nach der erneuten Trainerentlassung nicht punkten und es wäre nicht sehr überraschend, wenn ein neuer Wechsel auf dieser Position auch in Mainz verpuffen würde. Weil der Trainer nicht das Problem ist. Schon eher die Mannschaft, ja, doch auch dieses Fazit wäre für sich genommen zu einfach, weil diese seit Jahren die unruhige Entwicklung im gesamten Verein wiederspiegelt.

Ich weiß, es ist keine populäre Feststellung, dass die Spieler auch nur Menschen sind. Stimmt aber halt trotzdem. Die Tragik auf dem Platz ist letztlich diese: Spieler, die vor allem ihren Job machen, wachsen in einer so ausweglosen Situation selten über sich hinaus. Spieler, die sich dem Verein fest verbunden fühlen, spüren die Last der Verantwortung derart stark, dass sie sich damit selbst im Weg stehen und ebenfalls selten entscheidende Impulse liefern können. Manchmal taugt ein Sieg wie der in Freiburg für ein Team als Initialzündung für Besserung. Manchmal verpufft er. Nicht alles im Fußball lässt sich logisch erklären. Auch nicht schön. Trotzdem wahr.

Ich glaube nicht daran, dass eine Situation wie die aktuelle bei Mainz 05 an einzelnen Personen festgemacht werden kann. Natürlich tragen Rouven Schröder, Stefan Hofmann und Jan Lehmann in ihren jeweiligen Rollen Verantwortung für das Tief. Sie tragen diese aber ebenso für gelungene Transfers, für eine erfolgreiche Saison unter Sandro Schwarz, für die stabile wirtschaftliche Lage trotz der Corona-Krise. Ich verstehe, wie groß gerade die Sehnsucht nach einfachen Antworten ist. Aber es gibt keine einfachen Antworten.

Die Situation ist ernst. Und sie wird noch ernster angesichts der anstehenden Wahl für den neuen Aufsichtsrat und den Posten des Vereinsvorsitzenden im Februar 2021. Die Liste der Vereine, die in ähnlich ausweglosen Momenten von Leuten nahezu gekapert wurden, die sich extrem wichtig genommen haben, die Versprechen gaben, die sie nicht halten konnten und die einfach mal etwas zu sagen haben wollten, ist lang. Es wird spannend zu beobachten, wer den Hut für die Posten in den Ring werfen wird und was die Mitgliederversammlung daraus macht.

Es bietet aber auch die Chance, an einigen Stellen in Verantwortung eben nachzujustieren. Die Neustrukturierung des Vereins war notwendig, doch sie ist unterm Strich bislang inhaltlich kein Erfolg. Das gilt längst nicht nur fußballerisch, hat aber Auswirkungen auf den Sport. Dieser Misserfolg hat viele Gründe. Einige, wie die mangelhafte Kommunikation mit den Fans, bestimmte Schwachstellen im Kader oder das Trainermissverständnis Achim Beierlorzer wurden inzwischen erkannt und die Arbeit daran läuft. Alles, was schiefgelaufen ist, wieder in richtige Bahnen zu lenken, wird Zeit brauchen. Vielleicht mehr, als bleibt, um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.

Der Abstieg ist aber nicht mal das schlimmste Szenario, das Mainz 05 droht. Schlimmer ist die längst berechtigte Sorge, der Verein könne so auseinanderfallen, wie es anderen Clubs in der Vergangenheit passiert ist. Die entscheidende Frage ist: Wofür möchte Mainz 05 eigentlich stehen? Das intellektuell über eine Leitbilddiskussion zu klären reicht nicht. Es geht um eine inhaltliche Strategie, mit der Spieler nicht nur in den Verein geholt, sondern an ihn gebunden werden. Und um ein glaubwürdiges Selbstbild, in das sich die Fans wieder verlieben können.

Es ist fünf vor zwölf.

Mainz 05: Aufgeben ist keine Option

Es mag seltsam klingen, aber wenn es etwas gibt, was nach dem Spiel des FSV Mainz 05 in Augsburg Anlass zur Hoffnung vermittelt, sind es die Interviewaussagen einiger Spieler und ihr sichtlicher, körperlicher und seelischer Schmerz über diese Niederlage. Wie oft wird in diesen Situationen lapidar irgendwas dahingesagt, wie oft habe ich mich schon über Spieler geärgert, denen solche Ergebnisse oder Serien nicht nahegehen und mich wie oft gefragt: Was soll sich verbessern, wenn das Team nicht fähig ist zur Selbstkritik, nicht erkennt, woran es liegt, Dinge schönredet und nach einem verlorenen Spiel zur Tagesordnung übergeht?

Nach der Partie in Augsburg war den Beteiligten anzuhören und zu -sehen, dass sie gerade nicht einmal wissen, wo die Tagesordnung hängt. Und ja, das ist ein gutes Zeichen.

Es muss wehtun, so zu verlieren. Es muss wehtun, nach dieser Niederlage an die Mikrofone zu gehen. Es muss wehtun, abends nach der Partie zuhause auf dem Sofa zu sitzen und sich darüber klarzuwerden: schon wieder verloren. Es muss in der Seele schmerzen, im Kopf, in den Füßen und in jeder Herzfalte. Der Schmerz muss so furchtbar sein, dass er größer wird, als die Angst vorm Verlieren, die den Spielern derzeit so erkennbar die Füße lähmt. So groß und mächtig, dass es nur noch ein Ziel gibt, ihn zu vernichten, was bedeutet, endlich wieder zu punkten und den Verein aus dieser sportlichen Krise herauszuführen.

Endlich die guten Trainingsleistungen aufs Feld bringen. (Foto: WP)

Danny Latza als Kapitän hat zum ersten Mal seit dem Trainingsboykott am Mikrofon nicht gewirkt, wie ein beleidigter Dreijähriger, der partout nicht verraten möchte, wieso er die kleine Schwester von der Schaukel geschubst hat. Ruhig, sachlich und schonungslos gegen sich und die Mitspieler benennt er die eklatanten Versäumnisse in der ersten Hälfte und sagt, der Leistungsabfall in Halbzeit eins sei im Vergleich mit dem Gladbach-Spiel unerklärlich. Was einerseits ja stimmt: Wieso schafft es das Team nicht, an zuletzt zwei gute Partien anzuknüpfen? Andererseits ist die Antwort nach fünf verlorenen Spielen denkbar einfach: Irgendwann steht dir eben der Kopf im Weg. Das würde wohl niemandem von uns im Job anders gehen, wenn wir fünf Aufträge verhauen hätten – und nun die Chance, mit dem sechsten zu beweisen, dass wir es besser können.

„Ich glaube, es hat auch mit der momentanen Situation zu tun. Ich glaube, wenn du Woche für Woche dich nicht belohnst (…), klar hat das dann auch was mit einer mentalen Sache zu tun.“

Danny Latza

Daniel Brosinski schien der Gang ans Mikrofon noch schwerer zu fallen als zuletzt. Nachdem er auf dem Feld schon komplett in sich zusammengesackt war, wollte er zunächst gar nicht raus mit der Sprache, kritisierte dann den „Schlafwagenfußball“ in der ersten Hälfte, nahm den Trainer aus der Schusslinie („Wir haben nicht gemacht, was er uns gesagt hat“) und die Mannschaft in die Pflicht, von der er sagte, nach der ersten Halbzeit hätte man im Prinzip alle elf, die auf dem Platz standen, auswechseln können.

Der Saisonstart ist so oder so komplett im Arsch. Das lässt sich weder wegdiskutieren, noch ändern, es ist einfach eine Tatsache. Eine weitere Tatsache ist aber, dass die Saison eben 34 Spieltage hat, von denen 28 noch zu absolvieren sind. Freilich kann nun jede*r nach Belieben auf alles draufhauen, der Verein ist aber gut beraten, das vollständig auszublenden, weil der Weg eben nur nach vorne weitergeht. Immerhin eine leichte Entschärfung der Situation schenken dem FSV einige Teams am Tabellenende, die bislang ähnlich schlecht dastehen.

„Wir sind insgesamt enttäuscht, natürlich vom Ergebnis, aber auch von dem, was wir in der ersten Halbzeit auf den Platz gebracht haben.“

Jan-Moritz Lichte

Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, sind nicht mehr zu ändern, sie ständig wieder zu diskutieren, zieht irgendwann nur allen Energie. Jan-Moritz Lichte hat jetzt vier Spiele geleitet als Cheftrainer, in zweieinhalb davon war seine Handschrift zu erkennen, was eine gute Quote ist nach einem Trainerwechsel. Die Probleme, die vor ihm schon da waren, kann er nicht in vier Wochen aufarbeiten, das kann niemand. Ergebnisse brauchen Zeit, die in der Bundesliga eigentlich nicht gegeben ist – und doch muss der Verein sie sich jetzt nehmen. Spielerisch ist das, was auf dem Platz passiert, nicht erst neuerdings oftmals erschreckend schwach. Unter Achim Beierlorzer wurde monatelang ein Mangel verwaltet, nun ist es Sache der Verantwortlichen, dem Fußballlehrer Lichte Zeit und Vertrauen zu geben, um wieder ein Team zu formen und eine Spielidee zu implementieren.

Natürlich kann man Mainz 05 jetzt bereits abschreiben (was ich im Übrigen trotz allem für einen Fehler halte), die Verantwortlichen dürfen das aber keinesfalls. Ihnen bleibt nur, weiterzuarbeiten, jeden Tag neu. Der Blick auf die Tabelle oder in ewige Ligastatistiken hilft dabei nicht, ebenso wenig die Beschäftigung mit dem (berechtigten) Frust der 05-Fans oder unsinnigem Lamento, es sei so schlimm wie noch nie: Wo waren diese Leute, als es gegen den Abstieg aus der 2. Liga ging? Auch bei öffentlich geäußerten Einwürfen von Leuten, denen der Verein vermeintlich am Herzen liegt und die nun in der Krise plötzlich aus der Versenkung auftauchen – leider unrühmlicher Standard im Fußballbusiness – gilt, wie ganz generell in diesem Herbst: Durchzug hilft. Was ansonsten hilft, ist einzig die Konzentration auf das, was mit der eigenen Arbeit beeinflusst werden kann.

Aufgeben ist keine Option.

Mainz 05: Mit Jan-Moritz Lichte zurück in die Zukunft

Es schadet sicher nichts, sich Spieler und Verantwortliche eines Fußballvereins ab und an als das zu vergegenwärtigen, was sie am Ende des Tages sind: Menschen, die einfach einem Job nachgehen, für den sie sich entschieden haben. Und die dabei, wie wir alle in unserer Arbeit, auch Fehler machen. Vielleicht hilft das, diese Fehler nicht immer mit jener Härte zu bewerten, die im Fußball längst üblich geworden ist. Das bedeutet keinesfalls, dass keine Kritik erlaubt ist. Aber wer Menschlichkeit, Fairness und Werte in diesem Geschäft mit Recht fordert, sollte sie in Handeln und Bewertungen auch selbst zeigen, um glaubhaft zu sein.

Erneuter Neustart: Die Spieler beim Dienstagstraining. (Foto: WP)

Die Spieler des FSV Mainz 05, die am Dienstag um kurz vor halb elf mit dem dritten Chefcoach binnen zwölf Monaten auf den Trainingsplatz kamen, dürften sich dessen bewusst gewesen sein, dass dort mehr Journalist*innen als sonst auf sie warten. So ist das eben, an einem Standort wie Mainz: Das Interesse ist nur dann besonders groß, wenn alles gerade eher nicht so läuft, wie die Verantwortlichen sich das wünschen. Jan-Moritz Lichte, der neue Cheftrainer, wird später in der Pressekonferenz sagen: „Das hat die Mannschaft sich selbst zuzuschreiben, dass sie jetzt als schwierig gilt.“ Die Spieler, denen die Trennung von Sandro Schwarz im November 2019 teilweise extrem zusetzte, wissen, dass sie nach der Lesart des Geschäfts nun den zweiten Übungsleiter auf dem Gewissen haben.

Es ist aber keine allzu steile These, dass die aktuelle Entlassung bei ihnen weniger Spuren hinterlassen wird. Natürlich sollte man sich angesichts einer Einheit wie der am Dienstag davor hüten, allzu viele Interpretationen anzustellen. Trotzdem fällt auf, wie gelöst die Truppe wirkt, wie konzentriert das Trainerteam mit den Spielern arbeitet und welch enorme Ruhe gerade Lichte dabei ausstrahlt. „Ich werde es so machen, wie ich bin“, erklärt der später seine Herangehensweise. Wer sich bislang mit dem gebürtigen Baunataler nicht näher beschäftigt hat, dem mag er in der PK zunächst blass vorgekommen sein. Aber es wäre ein Fehler, die Ruhe des Übungsleiters damit zu verwechseln, dass Lichte nichts zu sagen hat – oder ihn generell zu unterschätzen.

Jan-Moritz Lichte in der Pressekonferenz am Dienstag. (Screenshot)

Das Scheitern der externen Lösung mit Beierlorzer muss indes nicht heißen, dass in Mainz nur interne Lösungen funktionieren. Dennoch ist es für den Moment das Beste, keinen Unbekannten in die sehr verfahrene Situation zu holen. Sportvorstand Rouven Schröder ist dabei aber wichtig, die mediale Andeutung zu entkräften, die Wahl sei nur auf den seit 2017 in Mainz als Co-Trainer tätigen Fußballlehrer gefallen, weil sich die 05er mit Schwarz und Beierlorzer auf der Payroll keine andere Variante leisten können. „Die Überzeugung ist absolut da.“ Eine B-Lösung auf diesem Posten sei schon deshalb nicht denkbar, weil der Cheftrainer der wichtigste Angestellte eines Vereins sei. Lichte übernimmt die Rolle in einem Moment, in dem das Bild des Clubs nach außen so schlecht ist wie ewig nicht. Natürlich ist er davon nicht unberührt, wirkt aber authentisch, wenn er sagt, er wolle sich mit dem Team auf die Inhalte konzentrieren. Und beweist Selbstbewusstsein, wenn er gleich mehrfach erklärt, er könne sich seine neue Rolle als Dauerlösung vorstellen.

Interessant für die Wahl ist durchaus, dass Lichte seinen Fußballlehrer nicht nur als der Jahrgangsbeste, sondern auch in einer Klasse mit dem Vereinsvorsitzenden Stefan Hofmann gemacht hat. Neben Schröder, der Lichtes Arbeit durch die Nähe zum sportlichen Alltag ohnehin gut einschätzen kann, dürfte auch der 05-Boss seine Meinung dazu eingebracht haben. Eine Entscheidung aus gemeinsamer Überzeugung ist ein guter Anfang, um die zurückliegenden Tage hoffentlich bald vergessen zu machen. Dazu aber bedarf es einer Aufarbeitung, die mit dem Trainerwechsel erst ihren Anfang genommen hat.

Raus aus der Krise geht es nicht mit einem großen, sondern in vielen kleinen Schritten. Einer davon ist bereits etwas scheinbar Unbedeutendes, wie die Pressekonferenz nicht nach der Bekanntgabe der Trennung von Achim Beierlorzer am Montag abzuhalten, sondern sich Zeit zu nehmen bis tags darauf. Derart unsortiert wie bei der PK am vergangenen Donnerstag wollte der Club sich kein zweites Mal präsentieren. Auch die Ankündigung, Stefan Hofmann werde als Vereinsvorsitzender in der kommenden Zeit Gespräche mit den Spielern führen, zeigt einen solchen Lernprozess auf. Rouven Schröder verfolgt da ein wenig der Fluch der guten Tat. Weil er im Verein beginnend mit der Posse um Johannes Kaluza von Anfang an mehr Verantwortung übernommen hat, als die sportliche, schien es offenbar allen nur zu natürlich, das beizubehalten.

Das hat die Mannschaft sich selbst zuzuschreiben, dass sie jetzt als schwierig gilt.

Jan-Moritz Lichte

Ihm in der aktuellen Situation die Kommunikation mit der Mannschaft in Sachen Gehaltsverzicht zu überlassen, erweist sich dabei rückblickend als Fehler. Gerade, da er im sportlichen Alltag seit dem Ende der letzten Saison sehr eng ans Team gerückt ist, war das keine gute Lösung: Es geht dabei um mehr als Vertragsangelegenheiten, es geht um eine Ausnahmesituation des gesamten Vereins durch Corona, die es verlangt, dass der Vorsitzende mit den Spielern klärende Gespräche abseits des rein Monetären führt. Zur internen Aufarbeitung gehört, gemeinsam Trennschärfe in die jeweiligen Aufgabenbereiche zu bringen. Eine neue Struktur mit zusätzlichen Gremien hilft niemandem, wenn letztlich alle alles machen. (Weshalb auch infrage gestellt werden muss, wieso der Aufsichtsratsvorsitzende Detlev Höhne nun bei Gesprächen mit den Spielern dabei sein soll, der mit dem operativen Geschäft nun mal qua seines Amtes rein gar nichts zu tun hat.)

Interview mit Lichte und Falkenmayer zu ihrer Arbeit als Co-Trainer im April 2019.

Die aktuelle Krise hat sich bereits seit einiger Zeit auf mehreren Ebenen angedeutet. Immer wieder geht es dabei um Kommunikation. Weder Fans, von denen einige das zuletzt in einem offenen Brief äußerten, noch offenbar Spieler fühlten sich von dem, was die Verantwortlichen taten, stets auf Augenhöhe mitgenommen. Diese müssen sich deshalb nun kritisch mit ihren eigenen Fehlern auseinandersetzen und das dürfte auch angekommen sein. Die Spieler haben ein Recht darauf, sich als mündige Mitarbeiter zu präsentieren. Der Coach und sein Staff haben ein Recht darauf, mit Respekt behandelt zu werden. Die Verantwortlichen haben ein Recht darauf, Entscheidungen zu präsentieren. Die Fans haben ein Recht darauf, gewisse Haltungen und Werte einzufordern. All das ist am besten gemeinsam und mit sehr viel Dialog zu erreichen, aber auch unter Einhaltung der angesprochenen Trennschärfe.

Den Verantwortlichen im Verein steht dabei sehr viel Arbeit bevor. In die aktuelle Krise haben sie sich selbst hineinmanövriert, auch, weil es an der einen oder anderen Stelle Beratungsresistenzen gab. Doch die Situation ist längst nicht aussichtslos. So, wie man in weiten Teilen selbstverschuldet hineingeraten ist, gibt es nun auch die Möglichkeit, aus eigener Kraft wieder herauszukommen. Bei der Aufarbeitung jeder Stein umzudrehen, bedeutet aber nicht, dass ein personelles Tabula rasa hilft. Rouven Schröder hat sicher Fehler gemacht, er ist aber in der Lage, (sich) die einzugestehen und wird deshalb daraus lernen. Das ist ein Recht, auf das jede*r von uns im eigenen Job besteht.

Muss nun beweisen, dass er aus den Fehlern der Vergangenheit lernt: Rouven Schröder.

Ihm dieses abzusprechen, wäre auch deshalb falsch, weil er den Verein tatsächlich lebt – und gestalten will. Die ständigen Vergleiche seiner Arbeit mit der von Christian Heidel sind weder zielführend noch fair. Der Don konnte, so ehrlich muss man bei aller Wertschätzung sein, schalten und walten, sich Fehler anders erlauben, weil er keine Entlassung durch einen Aufsichtsrat fürchten musste – und hat vor seiner Entdeckung der Ausnahmetrainer Klopp und Tuchel nun wirklich auch einige Übungsleiter eingestellt und vor die Tür gesetzt. Die Werte des Vereins, die in der Zeit unter Heidel entstanden sind und manifestiert wurden, sind wichtig und müssen wieder mehr Beachtung finden. Aber der rückwärtsgewandte Personenkult muss mal ein Ende haben, wenn die Anhänger*innen nicht emotional ewig in der Vergangenheit festhängen wollen. Dafür ist in Rheinland-Pfalz doch eigentlich ein drittklassiger Verein zuständig.

Ich werde nicht aufgeben, ich werde mich weiter einsetzen für diesen Verein, für die Mannschaft, für die Mitarbeiter. Das kann ich mit 100%iger Überzeugung sagen. Ich bin ein Kämpfer, das war ich schon immer und den Fokus werde ich nicht verlieren.

Sportvorstand Rouven Schröder

Als Jan-Moritz Lichte in der PK gefragt wird, ob sein Vorbild eher Thomas Tuchel oder Jürgen Klopp sei, erklärt er, „Kloppo“ als Vorbild zu nennen, das sei vermessen, weil „Vorbild“ immer bedeute, man glaubt, dasselbe erreichen zu können. Fast andächtig verweist der neue Trainer darauf, was Klopp der Stadt und dem Verein alles gegeben hat. Es ist schön, dass er sich dessen bewusst ist und in diesem Geiste wirken möchte. Es ist aber wichtig, dass die Anhänger*innen auch bereit sind, anzunehmen, dass andere, neue Verantwortliche dem Club ebenfalls etwas geben wollen – und dass sie eine zukunftsfähige Lust darauf entwickeln.

Ich glaube nicht daran, dass Mainz 05 dauerhaft ein Verein geworden ist wie jeder andere. Es mag im Moment den Anschein machen und das Risiko ist groß, in diesem Zustand zu verharren. Aber in der Situation liegt auch eine Chance, das zu tun, was in Mainz immer besonders gut funktioniert hat: zusammenzurücken. Es allen zu zeigen. Aus einer scheinbar unmöglichen Situation gestärkt hervorzugehen. Niemand hat Mainz 05 aktuell in dieser Saison für etwas Anderes auf dem Zettel, denn als Schlagzeilenlieferant. Wenn gerade jetzt intern und mit dem Umfeld der Schulterschluss gelingt, kann der Verein aber mal wieder alle überraschen. Der Weg dahin ist lang und steinig, aber nicht unmöglich.

Mainz 05: Warum es wichtig ist, dass Ridle Baku bleibt

Das Thema Identifikation war in den vergangenen Jahren bei Mainz 05 häufig ein paradoxes. Nach dem Abgang von Christian Heidel und dem Abschied des Altvorstands um Harald Strutz blieb bei einigen Fans das Gefühl zurück, alle Verbindungen seien gekappt. Dass mit Sandro Schwarz nach wie vor ein Trainer an der Seitenlinie agierte, der für Stadt und Verein stand, wie es wohl niemand absehbar wieder tun wird, dass mit Michael Thurk eine Legende zu dessen Staff gehörte und dass Vorstandsvorsitzender Stefan Hofmann ein alter Hase im Verein ist – diese Tatsachen kamen bei etlichen Anhänger*innen nicht an. Ebenso wenig, wie sie einen emotionalen Bezug zu den vielen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs herstellen konnten, die regelmäßig im Profikader stehen.

Unterschrieb im August 2017 seinen ersten Profivertrag bei 05: Ridle Baku. (Foto: Mainz 05)

Wohl erst mit der Trennung von Schwarz setzte beim Verein die Erkenntnis ein, es genügt nicht, sportliche Anerkennung für die Eigengewächse zu bekommen, sie müssen den Fans auch nahbar gemacht werden. Klar, Identifikation ist mehr als der ausbildende Verein – und Spieler wie Daniel Brosinski und Danny Latza spielen hier ebenfalls eine Rolle. Aber um etwas Besonderes entstehen zu lassen zwischen den 05-Fans und den vielen Spielern, die durch die eigene Nachwuchsschule gegangen sind, müssen diese Spieler tatsächlich auch anders präsentiert werden. Weil nicht jede*r Fan sich intensiv damit beschäftigt, wie ein junger Spieler eigentlich im Verein und dann Kader gelandet ist, wo er herkommt, welche Werte er vertritt.

Klappern gehört zum Geschäft, wie es so schön heißt, das ist auch bei den Verantwortlichen im Verein endlich angekommen – zum Glück. Die jungen Wilden werden deshalb seit einiger Zeit verstärkt in den Fokus gerückt, sei es bei der Präsentation neuer Trikots oder der Bewerbung für ein anstehendes Spiel. Auch die vielen lobenden Worte von Trainer Achim Beierlorzer in Richtung der eigenen Nachwuchsspieler fallen, so ehrlich sie im Kern sicher gemeint sein mögen, in dieser Häufung gewiss nicht zufällig. Der Verein hat erkannt, dieses Alleinstellungsmerkmal muss auch entsprechend kommuniziert, die Jungs müssen den Fans vermittelt werden.

Diese 11 schickt Achim in unser erstes Bundesligaspiel der Saison!Viel Erfolg, Jungs!💪

Gepostet von 1. FSV Mainz 05 am Sonntag, 20. September 2020

Als Anführer der jungen Garde wurde zuletzt klar Ridle Baku auserkoren – das ist nur logisch. Die Geschichte, wie er einst von der Autobahnraststätte aus zum Bundesliga-Debüt kam, ist einfach ganz wunderbar, wie auch seine Bedeutung für den Klassenerhalt in jener Saison 2017/18 durch Tore gegen Leipzig und in Dortmund. Diese Geschichten, zwei Euro ins Phrasenschwein, schreibt nur der Fußball – und im Idealfall erzählen sie die Fans noch in vielen, vielen Jahren, wenn sie sich an Ridle Bakus Mainzer Zeit zurückerinnern.

Denn dass einer wie er Begehrlichkeiten weckt, kann nun wirklich nicht verwundern, und es wäre eher eine Überraschung, wenn er über die gerade angelaufene Saison hinaus bei 05 spielen würde. Sein aktueller Vertrag läuft bis 2022, heißt, nach dieser Serie wird er wohl für eine angemessene Ablöse den im Fußball viel zitierten nächsten Schritt machen. Es wäre allerdings ein fatales Signal, wenn sein Abschied nun, wie aktuell kolportiert, schon in diesem Transferfenster und so mitten in den Beginn der Saison hinein stattfinden würde.

Es hat Mainz 05 mal ausgezeichnet, mit den Spielern ein sehr ausgeprägtes Geben und Nehmen zu praktizieren. Junge Talente, die für drei bis vier Jahre unterschreiben, wissen, sie haben bei dem entsprechenden Interesse gute Chancen, auch nach zwei Serien zu gehen. Dafür hauen sie sich in dieser Zeit aber rein und fangen nicht nach einem Jahr an, Abschiedsträume in ihren heimischen Medien zu formulieren. Dieser unausgesprochene Pakt ist brüchiger geworden, sei es bei Abdou Diallo, der nach einem Jahr bereits nach Dortmund verschwand, sei es JP Mateta, der aus seiner Verletzung heraus Wechselwillen bekundete – oder auch bei Baku selbst, der extrem früh damit begann, weitere Karriereschritte zu thematisieren.

Die Gier nach mehr ist nicht nur in Ordnung, sondern auch wichtig – sie treibt die Spieler an und ist ein Baustein ihrer Entwicklung. Entscheidend ist aber der Zeitpunkt und entscheidend ist auch, wie viel Bindung zuvor in Sachen Mainz 05 da ist. Denn wenn ein so junger Kerl wie Baku, der für seine mögliche große Zukunft noch alle Zeit der Welt hat, tatsächlich keine Lust darauf haben sollte, als ein Gesicht des Vereins eine ganze Saison als Stammspieler bei Mainz 05 zu bleiben, dann läuft die Kommunikation nicht auf Augenhöhe. Immerhin reden wir hier über einen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Er muss in Mainz wahrlich nicht alt werden, aber wer, wenn nicht solche Jungs, sollten Bock darauf haben, mit diesem Verein etwas zu reißen?

Ein klares Bekenntnis des Spielers zu Mainz 05 wäre deshalb wichtig, um die Diskussion im Keim zu ersticken und den Fans des Clubs ebenso wie den anderen Nachwuchsspielern zu signalisieren: Die ferne Zukunft mag in der Fremde liegen. Die Gegenwart wird in Mainz erfolgreich gestaltet.

„Vergiftete Hoffnung“ – Mainz 05-Krimi mit Jo Zinn

Mein neues Buch ist da! Fünf Wörter – und darin eine ganze Welt. Klingt pathetisch? Mag sein, aber es ist ein sehr großes Gefühl, das sich da in einem ausbreitet. Eine sanfte Verwunderung darüber, die eigenen Gedanken auf Papier gedruckt zu sehen. Unfassbare Erleichterung, es tatsächlich geschafft zu haben. Ein bizzeliges Glück, Raum gefunden zu haben für die Worte. Und der Wunsch nach drei Monaten Winterschlaf, um die Batterien wieder aufzuladen. Stattdessen ruft der Schreibtisch laut, weil immer irgendetwas liegengeblieben ist, gerade während des Romanschreibens.

Ich versuche, dem Schreibtisch gerecht zu werden, aber auch dem Glück – und der Müdigkeit. Mich zu freuen, das aufzusaugen, was gerade passiert. Wieder (m)einen Arbeitsrhythmus ohne die Figuren zu finden, die mir so ans Herz gewachsen sind. Sie loszulassen und darauf zu vertrauen, dass die Leser*innen des Krimis ihre Geschichte gerne verfolgen werden. Die Zeit rund um das Erscheinen eines Buches birgt einen ganz bestimmten Zauber. Ich will ihn nicht verpassen, denn er ist immer wieder neu alles andere als selbstverständlich.

Etwa 60 Exemplare des Buches habe ich bereits als Geschenke und auf Bestellung in die Welt geschickt. Oft erreichen mich ähnliche Fragen und die möchte ich deshalb einmal gesammelt in diesem Beitrag beantworten.

Wo kann ich den Krimi kaufen?
„Vergiftete Hoffnung“ ist im Societäts-Verlag erschienen. Das Buch kann auf der Homepage des Verlags bestellt werden. Eine tolle Möglichkeit ist online außerdem der Shop der Autorenwelt, die für jedes Exemplar einen extra Betrag an Autor*innen abführen. Außerdem bekommt ihr den Krimi in jeder normalen Buchhandlung. Natürlich findet ihr ihn online auch bei Amazon, schöner wäre aber, ihr unterstützt eine der anderen Stellen

Kann ich den Krimi auch bei dir bestellen?
Ja, gerne. Schreibt mir einfach eine Mail an flaschenpost@wortpiratin.de. Die Bezahlung erfolgt via Paypal oder Überweisung, auf Wunsch kann ich eine Rechnung ausstellen. Da die Post seit dem letzten Buch die klassische Büchersendung zur Bücher- und Warensendung gemacht hat, die deutlich teurer ist, muss ich das Porto leider mitberechnen. Es sind 1,90* Euro für Buchversand oder 2,70 Euro für den normalen Versand. Bitte bedenkt das bei der Bestellung. (Ich hatte mich bei den ersten Bestellungen vertan und 2,20 Euro genutzt, tatsächlich sind es bei in Größe 1,90 Euro.)

Spendest du wieder an die DKMS?
Ja. Wie bereits bei Im Schatten der Arena will ich die DKMS mit dem Buch unterstützen. Für jede Bestellung, die bis zu meinem Geburtstag (22.9.) bei mir eingeht, spende ich 50 Cent. Wenn ihr Fotos vom Buch in den sozialen Netzwerken postet und mich verlinkt, 10 Cent pro Bild. Gezählt wird ein Foto pro Netzwerk. Ihr müsst das Buch dafür nicht bei mir gekauft haben.

Wie kann ich dich mit dem Buch unterstützen?
Wenn euch der Krimi gefällt, freue ich mich sehr, wenn ihr Werbung dafür macht, indem ihr zum Beispiel anderen davon erzählst. Was auch ganz wunderbar ist: Rezensionen. Die auch sehr gerne bei Amazon, weil sich viele Menschen hier vor einem Kauf informieren. Eine andere sehr schöne Möglichkeit dafür ist Lovelybooks. Das muss auch gar kein Roman sein, ein, zwei Zeilen dazu, was euch an dem Buch gefällt, reichen vollkommen aus. Dafür vorab ganz herzlichen Dank!

Gibt es eine Premierenlesung?
Ja! Auch in Zeiten von Corona wird es die glücklicherweise geben – und das an der frischen Luft –, nämlich am Freitag, 11. September, um 18.30 Uhr, im gemeinsamen Biergarten von KUEHN KUNZ ROSEN und dem Kick’n’Rush & Fanhaus Mainz, in Kooperation mit dem tollen Fanprojekt Mainz. Ich bin sehr glücklich, so eine wunderbare Location mit so großartigen Leuten für die Premiere gefunden zu haben. Achtung: Wir haben den Beginn um eine halbe Stunde vorverlegt, weil am selben Abend der 1. FSV Mainz 05 im DFB-Pokal antritt. Das Spiel beginnt um 20.45 Uhr und es gibt im Fanhaus die Möglichkeit, es nach der Lesung zu sehen.

Muss ich mich zur Lesung anmelden?
Nein, eine Anmeldung ist kein Muss. Das bedeutet vor allem, dass ihr auch spontan kommen könnt. Wenn ihr aber relativ sicher wisst, dass ihr dabei sein werdet, helft ihr den Veranstalter*innen mit einer Anmeldung, da sie so besser planen können, gerade in Corona-Zeiten… Schickt dafür einfach eine Mail an info@kuehnkunzrosen.de, damit habt ihr dann auch einen Platz sicher.

Apropos Corona: Was, wenn die Zahlen weiter steigen?
Sollte sich in Sachen Platzbeschränkung bis zu der Lesung etwas ändern, was Auswirkungen auf den Abend hat, informieren wir euch darüber in der Facebook-Veranstaltung. Dasselbe gilt auch, sollte das Wetter nicht mitspielen für einen Abend im Biergarten.

Ich bin Journalist*in | Blogger*in | Podcaster*in und möchte gern etwas zum Krimi machen. Wie funktioniert das am besten?
Schreibt mir in diesem Fall gern eine Mail an wortpiratin@marapfeiffer.de, dann organisiere ich ein Belegexemplar. Wenn ihr ein Interview mit mir führen möchtet oder Bücher verlosen, wendet euch ebenfalls gern an mich.

Ganz lieben Dank für euer Interesse!
Mara